An der Weser die Erfolgsserie fortsetzen

Montag, 19.00 Uhr: SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen

An der Weser die Erfolgsserie fortsetzen

Nach drei Bundesliga-Siegen in Folge – wettbewerbsübergreifend hat man viermal hintereinander gewonnen – wollen die TTF Liebherr Ochsenhausen ihre Serie am 6. Spieltag der TTBL ausbauen.

 

Leicht wird das nicht, da sie am Montag bei einer Spitzenmannschaft beweisen müssen, was sie zurzeit draufhaben. Und der SV Werder Bremen gehört diese Saison zweifellos zu den Topteams der Liga, nachdem man Vizeweltmeister Mattias Falck und den vormaligen Grenzauer Kirill Gerassimenko unter Vertrag genommen und damit den Weggang von Bastian Steger mehr als kompensiert hat.

 

Nach vier Spieltagen war Werder, das diese Saison nicht ohne Grund die Play-offs im Visier hat, als einziges Team der Liga noch ungeschlagen und thronte ganz oben in der Tabelle. Erst am letzten Sonntag erwischte es auch die Norddeutschen zum allerersten Mal in der noch relativ jungen Saison, als sie in Bergneustadt knapp mit 2:3 den Kürzeren zogen – zwei Einzelsiege des Schweden Falck reichten nicht, da das Schlussdoppel in fünf Durchgängen verloren ging. Nun wollen sich die Grün-Weißen natürlich vor den heimischen Fans rehabilitieren und werden natürlich – wie alle Mannschaften in dieser Saison – gegen den amtierenden Deutschen Meister besonders motiviert sein.

 

Ein harter Fight steht den Oberschwaben an der Weser bevor, die mit 6:4 Zählern anreisen und im Fall eines Sieges nach Punkten mit Falck & Co. gleichziehen würden. In diesem Fall hätten sie den zähen Saisonauftakt vergessen gemacht und zur Spitzengruppe der Liga aufgeschlossen – und diese Gelegenheit wollen sie beim Schopf packen.

 

Dabei könnte der ungewohnte Montagstermin sogar günstig für die TTF sein, da Werder-Star Falck inzwischen bei den Swedish Open in seinem Heimatland ausgeschieden ist, während Simon Gauzy unterdessen in Stockholm das Viertelfinale des hochkarätig besetzten World-Tour-Turniers erreicht hat und dort weiter für Furore sorgen möchte. Der Ochsenhauser hatte zunächst am Donnerstag Bergneustadts Spanier Alvaro Robles ganz deutlich geschlagen und am Freitag den Weltranglisten-Elften Koki Niwa (Japan) in sechs Sätzen ausgeschaltet. Sein Viertelfinalgegner am Samstag ist mit dem Chinesen Fan Zhendong zwar die aktuelle Nummer zwei der Welt, doch auch dem will der 24-jährige Franzose nichts schenken. Sofern Gauzy ohne Blessuren aus Schweden zurückkehrt, steht einem Einsatz in Bremen zumindest im Grundsatz nichts im Weg.

 

Doch egal, mit welchem spielenden Personal die TTF in der Hansestadt antreten werden – schließlich hat man fünf Spieler im Kader, die alle das volle Vertrauen von Cheftrainer Dmitrij Mazunov genießen –, gewinnen kann man dort nur, wenn man vom ersten Ballwechsel an den Kampf aufnimmt und eine ausgesprochene Siegermentalität an den Tag legt.

 

„In dieser ausgeglichenen Tischtennis Bundesliga ist jedes Spiel sehr wichtig – so auch das Spiel gegen Bremen“, macht Mazunov deutlich. „Werder ist sehr gut in die Saison gestartet und es wird nicht einfach, auswärts die Punkte zu holen.“ Doch die TTF haben in den letzten Wochen ansprechende Leistungen gezeigt: „Wir haben nach zuletzt vier Siegen in Folge Selbstvertrauen getankt und möchten in der Liga weiter nach oben klettern – dabei würde uns ein Sieg gegen Bremen definitiv helfen.“

 

Die Mannschaften

SV Werder Bremen
Mattias Falck SWE, 28 Jahre, Weltrangliste Platz 9, TTBL: 6:3
Kirill Gerassimenko KAS, 22 Jahre, WRL 72, TTBL: 4:1
Hunor Szöcs ROU, 27 Jahre, WRL 107, TTBL: 2:3
Marcelo Aguirre PAR, 26 Jahre, WRL 71, TTBL: 0:0
Doppel: Gerassimenko/Szöcs 2:1
Trainer: Cristian Tamas ROU, 39 Jahre

 

TTF Liebherr Ochsenhausen
Hugo Calderano BRA, 23 Jahre, WRL 6, TTBL: 4:1
Simon Gauzy FRA, 24 Jahre, WRL 20, TTBL: 1:4
Stefan Fegerl AUT, 30 Jahre, WRL 70, TTBL: 1:2
Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 73, TTBL: 2:1
Vladimir Sidorenko RUS, 17 Jahre, WRL 187 (U21-WRL Platz 1), TTBL: 2:0
Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 48 Jahre