EM 2018: Keine Top-Ausbeute fuer Gauzy, Fegerl und Dyjas

EM 2018 in Alicante

EM 2018: Keine Top-Ausbeute fuer Gauzy, Fegerl und Dyjas

Bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Alicante, die am Sonntag mit dem Titelgewinn Timo Bolls zu Ende gingen, konnten die drei gestarteten Spieler der TTF Liebherr Ochsenhausen den Erfolg von 2016 nicht wiederholen, wo Silber und Bronze im Einzel sowie Silber im Doppel eingefahren worden waren. Diesmal gab es „nur“ eine Medaille durch Stefan Fegerl, der mit seiner österreichischen Landsfrau Sofia Polcanova Silber im Mixed holte und im Finale gegen das deutsche Duo Ruwen Filus/Han Ying nur sehr knapp vom Titelgewinn entfernt war.


Im Herren-Einzel zählten alle drei Ochsenhausener zu den Gesetzten. Simon Gauzy (Setzposition 3), Stefan Fegerl (20) und Jakub Dyjas (27) starteten am Donnerstag direkt im Hauptfeld, jeweils gegen einen Qualifikanten. Gauzy hatte mit dem Weißrussen Pavel Platonov wenig Probleme (4:1), Fegerl hatte den Kroaten Tomislav Pucar vom Ligarivalen Fulda-Maberzell wie im Pokal-Achtelfinale über weite Strecken des Matchs gut im Griff und siegte ebenso mit 4:1.


Doch für Jakub Dyjas, 2016 mit zwei Medaillen – Bronze im Einzel und Silber im Doppel – erfolgreichster Ochsenhausener, verlief die Auftaktrunde enttäuschend. Der 22-Jährige musste dem Portugiesen Carvalho Diogo zu einem unerwarteten 4:1-Sieg gratulieren.


In der 2. Runde standen die beiden verbliebenen TTF-Asse hochkarätigen Kontrahenten gegenüber. Fegerl zog gegen den 30-jährigen Ex-Mannschaftseuropameister Marcos Freitas, einst selbst in Ochsenhausen unter Vertrag und vor knapp zwei Jahren auf Platz sieben der Weltrangliste, in sechs Durchgängen den Kürzeren und war von da an nur noch im Mixed-Wettbewerb vertreten. Gauzy lieferte sich mit dem deutschen Nationalspieler Benedikt Duda ein ganz enges Duell – leider ohne Happyend. Mit 12:10 siegte Duda in der Verlängerung des Entscheidungssatzes, so dass für den Weltranglisten-13. aus Frankreich das Einzelturnier beendet war.


Im Doppel war nur das Gespann Simon Gauzy/Emmanuel Lebesson am Start – ausgerechnet die Doppelspezialisten Fegerl und Dyjas hatten diesmal auf den Wettbewerb verzichtet. Die an Position neun gesetzten Franzosen nahmen die ersten beiden Hürden souverän, strauchelten jedoch an der dritten in fünf Sätzen, als ihnen im Viertelfinale die Schweden Mattias Falck/Kristian Karlsson gegenüberstanden, die setzungsgemäß am Ende die Silbermedaille holten.


Auf jeden Fall hat das TTF-Trio in Spanien wichtige Wettkampfpraxis erhalten und kann sich nun voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren, wo am Sonntag in Ehingen mit dem Heimspiel gegen den Tabellendritten TTC Schwalbe Bergneustadt (15 Uhr) die nächste Aufgabe auf das recht gut in die Saison gestartete Team aus Oberschwaben wartet. Dann könnte es auch für Simon Gauzy die Chance auf eine Revanche gegen Benedikt Duda geben.