Sonntag, 15 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen

Im Westerwald in der Spur bleiben: TTF peilen Sieg in Grenzau an

Noch drei Bundesliga-Partien habe die TTF Liebherr Ochsenhausen vor Weihnachten zu absolvieren und als erster Verfolger des derzeitigen Top-Trios Saarbrücken-Bremen-Düsseldorf will der Titelverteidiger natürlich alle drei gewinnen, um weiter zur Spitze aufzuschließen. Zudem sind die Begegnungen eine gute Einstimmung auf das Liebherr Pokal-Finale am 4. Januar in Neu-Ulm, auch psychologisch. Drei Siege wären in jeder Beziehung hilfreich. Man spielt noch in Grenzau, gegen Jülich und in Grünwettersbach.

 

Den Auftakt macht die Partie des 14. Spieltags am Sonntag im Westerwald gegen den Traditionsverein TTC Zugbrücke Grenzau. Nun, die Grenzauer sind mit ihrer jungen Mannschaft momentan Schlusslicht der Liga mit 0:26 Punkten und stark abstiegsgefährdet. Viele erwarten, dass beim Zugbrückenteam der Knoten in der Rückrunde noch platzen wird. Zudem zeigt Grenzau traditionell gute Spiele gegen die Oberschwaben, sodass man – trotz des Tabellenbildes – nicht sagen kann, dass die Schützlinge von Dmitrij Mazunov als haushoher Favorit anreisen, als Favorit natürlich schon.

 

Das Hinspiel am 15. September gewannen die TTF in Ehingen mit 3:1, hatten aber zu kämpfen und gaben sechs Sätze ab. Hugo Calderano konnte seine beiden Matches gewinnen und Simon Gauzy steuerte einen knappen Erfolg über Mihai Bobocica bei, doch Jakub Dyjas – in den letzten Wochen in bestechender Form – unterlag damals dem Dänen Anders Lind.

 

Grenzau hatte vor der Saison Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre an Werder Bremen abgegeben und nur Anders Lind sowie – als ruhenden Fels in der Brandung gedacht – den routinierten Mihai Bobocica behalten. Hinzu kam mit dem US-Amerikaner Kanak Jha ein 19-jähriges Toptalent, das in der Weltrangliste bereits auf Position 26 vorgestoßen ist. International spielt er stark, den Durchbruch in der TTBL hat er aber noch nicht geschafft. Dazu wurde mit dem ebenso jungen Griechen Ioannis Sgouropoulos, der übrigens Student des Liebherr Masters College ist, der amtierende U21-Europameister unter Vertrag genommen. Insgesamt eine Truppe mit Perspektiven, die allerdings in massive Abstiegsnöte geraten ist und es auch psychologisch nicht leicht hat, zumal diesmal ja bis zu zwei Mannschaften aus der TTBL absteigen könnten.

 

„Bis Weihnachten haben wir noch drei Spiele, die wir allesamt gewinnen wollen“, lässt Cheftrainer Dmitrij Mazunov keinen Zweifel aufkommen. „Wir erwarten ein schweres Auswärtsspiel in Grenzau. Das Team ist deutlich stärker als es der Tabellenplatz aussagt und der Knoten wird bald platzen – wir müssen jedoch dafür sorgen, dass dieser Knoten nicht gegen uns platzt.“ Mazunov ergänzt: „Unsere Jungs haben in den letzten Wochen allesamt stark gespielt und ich habe volles Vertrauen in mein Team, dass wir die Aufgabe in Grenzau lösen werden.“

 

Die Mannschaften

TTC Zugbrücke Grenzau

Anders Lind DEN, 20 Jahre, Weltrangliste Platz 97, TTBL: 4:10

Kanak Jha USA, 19 Jahre, WRL 26, TTBL: 2:8

Ioannis Sgouropoulos GRE, 19 Jahre, WRL 157, TTBL: 1:8

Mihai Bobocica ITA, 33 Jahre, WRL 127, TTBL: 1:11

Doppel: Jha/Bobocica 0:1; Sgouropoulos/Bobocica 0:1

Trainer: Chris Pfeiffer GER, 30 Jahre

 

TTF Liebherr Ochsenhausen

Hugo Calderano BRA/POR, 23 Jahre, WRL 6, TTBL: 9:1

Simon Gauzy FRA, 25 Jahre, WRL 21, TTBL: 7:6

Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 71, TTBL: 8:3

Stefan Fegerl AUT, 31 Jahre, WRL 78, TTBL: 3:7

Vladimir Sidorenko RUS, 17 Jahre, WRL 169, TTBL: 2:2

Doppel: Fegerl/Sidorenko 2:0; Gauzy/Fegerl 0:1

Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 48 Jahre