Samstag, 19 Uhr (!): TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen

Mit einem Sieg gegen Werder den Play-offs ganz nahe kommen

Nach dem nie gefaehrdeten 3:0 in Grenzau dürfte es nun in der TTBL wieder etwas schwieriger werden für Ligaprimus TTF Liebherr Ochsenhausen. Allerdings steht ein Heimspiel auf dem Programm und in Ehingen sind die Oberschwaben noch ohne Verlustpunkt.


Attraktive Partie der Pokal-Finalisten


Eine attraktive Partie steht ins Haus, nämlich die Neuauflage des Pokal-Endspiels von Neu-Ulm vom 5. Januar gegen den SV Werder Bremen. Damals gewannen die TTF bekanntlich mit 3:1, waren aber richtig gefordert gegen einen Gegner, der sich lange auf Augenhöhe präsentierte und sehr gut mithielt. Und nun gibt der Deutsche Meister von 2013 in der Sporthalle des Johann-Vanotti-Gymnasiums seine Visitenkarte ab. Der ungewöhnliche Spieltermin am Samstagabend um 19 Uhr ist dem Umstand geschuldet, dass Basketball-Zweitligist Team Ehingen Urspring am Sonntag in der Halle ein Heimspiel austrägt – eine von zwei Überschneidungen in der gesamten Saison.


Dass die Norddeutschen in der Bundesligatabelle momentan nur auf Platz zehn stehen, hat wenig bis nichts für das Duell mit den Ochsenhausern zu sagen. Zu oft hatte die Truppe aus der Hansestadt einfach Pech und zu oft konnten die Mitspieler die Steilvorlagen des meist erfolgreichen Spitzenspielers Bastian Steger nicht verwerten. So auch letzten Sonntag, als man es beim Tabellendritten Bergneustadt, wo auch die TTF unlängst verloren haben, ins abschließende Doppel schaffte und dort in fünf Sätzen den Kürzeren zog.


TTF dicht vor dem Play-off-Ticket


Rechnerisch benötigen die TTF noch drei Punkte aus vier ausstehenden Partien, um die Play-off-Teilnahme sicher zu haben. Aber das ist natürlich Theorie und würde voraussetzen, dass die Rivalen alles, was noch kommt, gewinnen – doch das wird nicht der Fall sein, da diese sich auch noch untereinander Punkte abnehmen werden. Gewinnt man am Samstag, ist man eigentlich schon durch. Das sieht TTF-Präsident Kristijan Pejinovic ganz ähnlich: „Wir sind dabei, uns ein Polster aufzubauen. Nun gilt es noch Bremen am Samstag zu packen, dann können wir recht optimistisch sein.“ Gut möglich ist indes, dass es mit Düsseldorf und Bergneustadt bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins gibt.


Rassige Duelle 2018/19


Im Hinspiel Anfang November war es ein hartes Stück Arbeit, bis schließlich der 3:2-Auswärtsieg der TTF – gespielt wurde in Belm bei Osnabrück – feststand. Steger gewann dabei knapp gegen Simon Gauzy und Gustavo Tsuboi, der traditionell gegen die TTF stark spielt – man denke auch an seinen Auftritt im Pokal-Finale – siegte immerhin gegen Jakub Dyjas, der in dieser Runde erst zweimal den Tisch als Verlierer verließ. Hugo Calderano (3:2 gegen Szöcs, 3:1 gegen Steger) rettete sein Team ins Schlussdoppel, das Fegerl/Dyjas in fünf Sätzen gegen Tsuboi/Lambiet gewannen. Im Endspiel um den deutschen Tischtennispokal am 5. Januar hatte Steger bekanntlich sogar Jang Woojin geschlagen und Tsuboi lange gegen Gauzy auf Augenhöhe agiert. Auch hier war es Calderano gewesen, der mit zwei Siegen die Oberschwaben zum Jubeln brachte. Man sieht, wie eng es oft wird, wenn beide Klubs die Klingen kreuzen. Auch am Samstag könnte es länger dauern, bis der Sieger feststeht.


Mazunov optimistisch


„Dass Bremen nur Platz zehn in der Tabelle belegt, sagt absolut nichts über dieses Team“, ist Cheftrainer Dmitrij Mazunov überzeugt. „Schon die beiden Spiele in der Liga und im Pokal-Finale waren jeweils auf des Messers Schneide, deshalb sind wir gewarnt und werden Werder keinesfalls unterschätzen.“ Mazunov hat Positives zu vermelden: „Bei uns sind alle Spieler fit und bereiten sich konzentriert auf dieses Spiel vor. Wir freuen uns, nach zwei Auswärtsspielen wieder vor den eigenen Fans aufschlagen zu dürfen, und hoffen auf lautstarke Unterstützung durch die Zuschauer.“


Karten-Aktion mit hoher Ermäßigung


Für das Bremen-Spiel gibt es wieder eine gemeinsame Ticket-Aktion mit den Basketballern von Ehingen. Am Samstagabend (19 Uhr) spielen die TTF, tags darauf (17 Uhr) das Team Ehingen Urspring in der 2. Bundesliga Pro A gegen Paderborn. Beide Klubs sind übereingekommen, dass man mit der Dauerkarte beziehungsweise der Eintrittskarte für das jeweils andere Spiel satte 50 Prozent Ermäßigung auf den Ticketpreis erhält. Wenn man also am Samstagabend die Eintrittskarte zum Spiel der Ehinger gegen Paderborn oder seine Basketball-Dauerkarte mitbringt, erhält man das Ticket gegen Bremen für den halben Preis. Und wer sein Bremen-Ticket oder die TTF-Dauerkarte am Sonntag beim Basketball vorzeigt, kommt ebenfalls sensationell günstig in die Halle.

 

DIE MANNSCHAFTEN


TTF Liebherr Ochsenhausen


Jang Woojin KOR, 23 Jahre, Weltrangliste Platz 11, TTBL 3:0
Hugo Calderano BRA, 22 Jahre, WRL 6, TTBL 6:5
Simon Gauzy FRA, 24 Jahre, WRL 31, TTBL 11:7
Stefan Fegerl AUT, 30 Jahre, WRL 64, TTBL 7:5
Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 69, TTBL 11:2
Doppel: Dyjas/Fegerl 2:1, Fegerl/Gauzy 1:0, Calderano/Fegerl 1:0
Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 47 Jahre

 

SV Werder Bremen


Bastian Steger GER, 37 Jahre, WRL 50, TTBL 19:8
Gustavo Tsuboi BRA, 33 Jahre, WRL 39, TTBL 3:11
Florent Lambiet BEL, 23 Jahre, WRL 88, TTBL 3:5
Hunor Szöcs ROU, 26 Jahre, WRL 82, TTBL 2:12
Doppel: Lambiet/Tsuboi 1:3, Szöcs/Tsuboi 1:2
Trainer: Cristian Tamas ROU, 38 Jahre