Nicht hitverdaechtig: Vier TTF-Profis bei den Australian Open

Nicht hitverdaechtig: Vier TTF-Profis bei den Australian Open

Da hatten sich wohl alle etwas mehr erwartet, zumindest aber erhofft, wie man selbstkritisch eingestehen muss. Trotz hoher Preisgelder und vieler Weltranglistenpunkte waren die Australian Open für die vier angereisten Profis der TTF Liebherr Ochsenhausen ein „gebrauchtes“ Turnier. Keiner war lange im Turnier und es lief bei manchem nicht viel zusammen – sie wirkten nicht frisch, obwohl wir gerade am Anfang einer neuen Saison stehen.


Jang Woojin, wenige Tage zuvor noch Koreas neuer Nationalheld, und Jakub Dyjas „überlebten“ die Qualifikation nicht, während die gesetzten Hugo Calderano (3:4 gegen den Japaner Yuya Oshima) und Simon Gauzy (2:4 gegen den Inder Kamal Sharath Achanta) die 1. Hauptrunde nicht überstanden.


Wenig berauschend war auch der Auftritt von Calderano und Gauzy im gemeinsamen Doppel. Gegen das deutsche Duo Walther/ Franziska musste man im Achtelfinale ein glattes 0:3 quittieren.


Am wenigsten kann man sicher Jang Woojin vorhalten. Unmittelbar nach einem derart grandiosen Turnier wie den Korea Open kann man schon mal in ein kleines Loch fallen, zumal der Neu-Ochsenhausener im zweiten Qualifikationsmatch mit Yu Ziyang einen richtig guten Chinesen zum Gegner hatte und hauchdünn verlor. Und fast hätte es für den 23-jährigen Koreaner noch zu Gold oder Silber im Doppel gereicht. Mit Partner Lim Jonghoon hat er sein Halbfinale gegen die Japaner Morizono/Oshima, amtierende Nummer eins der Doppel-Weltrangliste, mit 10:12 im Entscheidungssatz verloren. Dennoch bringt er wenigstens eine Bronzemedaille vom Fünften Kontinent mit.


Auch Hugo Calderano hatte etwas Pech bei seiner knappen Siebensatz-Niederlage gegen Oshima. Die Auftritte von Simon Gauzy und Jakub Dyjas waren nicht umwerfend – sie können es eigentlich viel besser.


Doch das Turnier in Geelong hatte auch sein Gutes. Drei Wochen vor dem Bundesliga-Saisonauftakt gegen den ASV Grünwettersbach haben alle Spieler gemerkt, dass sie noch längst nicht in Bestform sind und noch eine Menge tun müssen, um am 19.08. das erste Ligaspiel erfolgreich zu absolvieren. Cheftrainer Dmitrij Mazunov hat die Auftritte seiner Jungs in Australien genau verfolgt und weiß, dass er noch eine Menge Arbeit vor sich hat, um mit den TTF erfolgreich in die Saison 2018/19 zu starten.