Play-offs perfekt: TTF krönen tolles Wochenende mit glattem 3:0 in Grenzau

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3

Play-offs perfekt: TTF krönen tolles Wochenende mit glattem 3:0 in Grenzau

Ein Wochenende nach Maß fand für die TTF Liebherr Ochsenhausen am Sonntag im Westerwald seinen krönenden Abschluss. Am Freitag hatte es mit dem Champions-League-Sieg gegen Boll und Co. in einer grandiosen Partie begonnen, nach der es gut und gerne auch 3:0 statt 3:2 hätte heißen können. Nur eine Stunde und 43 Minuten benötigte man zwei Tage später in der TTBL, um bei Schlusslicht Grenzau mit 3:0 Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage zu nehmen und gleich noch die Play-off-Teilnahme einzutüten.


Schützenhilfe leistete der 1. FC Saarbrücken, der durch einen klaren 3:0-Sieg gegen Werder Bremen den Norddeutschen alle Chancen auf das Erreichen der Endrunde nahm. Es sieht für die TTF gegenwärtig nach Platz vier aus, den sie nach Ende des 17. Spieltags mit 22:12 Punkten auch weiterhin belegen. Nur ein Sieg von Fulda gegen Saarbrücken am letzten Spieltag könnte die Oberschwaben noch auf Rang drei führen, vorausgesetzt sie lassen im Heimspiel gegen Bergneustadt am 29. März nichts anbrennen. Platz vier würde ein Play-off-Halbfinale gegen Meisterschaftsfavorit Borussia Düsseldorf bedeuten. Eine schwere Aufgabe, jedoch nicht unlösbar, wie man am Freitag gesehen hat.


Die Geschichte des Grenzau-Spiels ist relativ schnell erzählt. Jakub Dyjas, am Vorabend im Halbfinale des FutureNet Masters im saarländischen Merzig dem Kasachen Kirill Gerassimenko noch mit 2:3 unterlegen, konnte sich in der Zugbrückenhalle revanchieren und siegte – nach verpatztem Auftaktsatz – mit 3:1. Nur im vierten Durchgang (15:13) wurde es nochmal richtig eng. Grenzaus eindeutig besten Mann zum Auftakt geschlagen, das war schon eine Weichenstellung zugunsten der TTF, die auf Hugo Calderano und Yuto Muramatsu verzichtet hatten.


Im zweiten Match traf vor rund 350 Zuschauern der frühere Ochsenhausener Constantin Cioti auf Simon Gauzy – und der löste die Aufgabe „standesgemäß“ in drei Sätzen, von denen nur der letzte umkämpft war.

Eigentlich konnte danach nichts mehr schiefgehen, auch wenn Joao Geraldo zurzeit nicht sein bestes Tischtennis spielt. Gegen den noch sieglosen Jörg Schlichter, der seit der Suspendierung von Kou Lei bis Ende der Saison fest im Zugbrücken-Team spielt, war dennoch ein glatter Erfolg eingeplant. Nun, der 22-jährige Portugiese gewann zwar die Sätze eins und drei deutlich, schwächelte aber in den Durchgängen zwei und vier und musste den Ausgleich durch Schlichter hinnehmen. Doch im Entscheidungssatz riss sich Geraldo nochmals zusammen und beendete sein Match sowie die gesamte Partie durch ein klares 11:3.

Wegen der German Open in Bremen, bei denen bis auf Yuto Muramatsu alle TTF-Spieler aufschlagen werden, wird der letzte Spieltag der Punktrunde 2017/18 erst am Gründonnerstag ausgetragen. Für die TTF geht es, wie geschildert, nun nur noch darum, ob Platz drei oder vier herausspringt.


Daniel Zwickl freute sich: „Wir stehen nun sicher in den Play-offs und haben den ersten wichtigen Schritt gemacht.“ Von einem Sonntags-Spaziergang im Westerwald möchte der TTF- Sportmanager trotz des klaren Ergebnisses nicht sprechen: „In Grenzau zu spielen ist nie so ganz einfach, wir haben aber die Aufgabe als Team gut gelöst.“ Der Sieg von Jakub Dyjas sei richtungsweisend gewesen. „Das erste Spiel war vorentscheidend, danach haben wir den Sack konsequent zugemacht“, so Zwickl, der sich auch freute, dass Simon Gauzy endlich wieder richtig fit ist. „Trotz des Spiels gegen Düsseldorf und der Teilnahme von Jakub und Joao am gestrigen Masters Turnier im Saarland waren die drei Jungs, die heute gespielt haben, körperlich in guter Verfassung. Hugo [Calderano] hatten wir allerdings in Ochsenhausen gelassen und wollten ihn schonen, da er in letzter Zeit sehr viel gespielt hat und kleinere muskuläre Probleme auskurieren soll.“

 

Das Spiel im Überblick


Kirill Gerassimenko – Jakub Dyjas 1:3 (11:4, 4:11, 6:11, 13:15)
Constantin Cioti – Simon Gauzy 0:3 (5:11, 4:11, 10:12)
Jörg Schlichter – Joao Geraldo 2:3 (6:11, 11:9, 3:11, 12:10, 3:11)