TTF-Arbeitssieg im Westerwald

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3

TTF-Arbeitssieg im Westerwald

Gegen starke Grenzauer, die für ihre beste Saisonleistung nicht belohnt wurden, hatten die TTF Liebherr Ochsenhausen ganz schön zu kämpfen, bis der 3:1-Erfolg nach fast dreieinviertel Stunden feststand.

 

In der Grenzauer Zugbrückenhalle fing es nicht gut an für den amtierenden Deutschen Meister. Der Tabellenletzte aus dem Westerwald, der fast schon traditionell gegen die Oberschwaben gute Spiele abliefert, spielte frech und unbekümmert auf und konnte mit 1:0 in Führung gehen. Und auch die nächsten beide Einzel waren auf des Messers Schneide. Seien wir ehrlich: Mit etwas mehr Pech und etwas weniger Abgeklärtheit hätten die TTF auch mit 0:3 verlieren können.

 

Am Ende wurde es aber doch ein standesgemäßer Sieg, weil Stefan Fegerl und vor allem der zweimal erfolgreiche Simon Gauzy die Nerven behielten – Hugo Calderano stand aufgrund der World Tour Grand Finals in China, wo er das Viertelfinale erreichte, nicht zur Verfügung.

 

Zunächst musste der zuletzt so erfolgreiche Jakub Dyjas dem Weltranglisten-26. Kanak Jha (USA) nach einer unglücklichen 2:3-Niederlage gratulieren – der 24-jährige Pole hatte mit 6:2 im Entscheidungssatz geführt und musste am Ende ein 11:13 quittieren. Es ging eng und umkämpft weiter. Simon Gauzy musste zweimal den Satzausgleich des Dänen Anders Lind hinnehmen, um schließlich mit 11:9 im fünften Satz das Match für sich zu entscheiden.

 

Auch Stefan Fegerl hatte es nicht einfach. Der Italiener Mihai Bobocica brachte es ebenfalls in den Entscheidungsdurchgang, in dem der TTF-Österreicher am Schluss beim 12:10 den entscheidenden Tick nervenstärker war. Dies war die Steilvorlage für Simon Gauzy, der sich nicht lange bitten ließ, gegen Knak Jha im einzigen Dreisatz-Match des Tages den Sack zugunsten der Ochsenhauser zuzumachen.

 

Dmitrij Mazunov lobte zunächst einmal den Gegner: „Grenzau hat stark gespielt, meines Erachtens ist diese gefährliche Mannschaft zu Unrecht Tabellenletzter. Dass sie noch keinen Punkt haben, ist schwer zu begreifen. Ich bin fast sicher, dass sie in der Rückrunde noch das eine oder andere Spiel gewinnen werden.“ Seinen eigenen Spielern wollte der TTF-Cheftrainer keinen Vorwurf machen: „Es gibt halt solche Spiele. Wir mussten damit rechnen, ins Schlussdoppel zu gehen, doch unsere Jungs haben gut gekämpft und konnten die Partie zum Glück bereits nach den Einzeln entscheiden.“

 

Mit nun 20:8 Punkten stehen die TTF weiterhin auf dem vierten Platz und haben punktemäßig mit Düsseldorf gleichgezogen, das überraschend vor heimischer Kulisse gegen Fulda-Maberzell mit 2:3 verlor. Bereits am kommenden Mittwoch (19 Uhr) empfangen die TTF in Ehingen den Tabellenvorletzten TTC indeland Jülich. Zwei weitere Punkte sind fest eingeplant.

 

Das Spiel in der Übersicht

Kanak JHA - Jakub DYJAS 3:2 (5:11 | 11:9 | 6:11 | 11:9 | 13:11)

Anders LIND - Simon GAUZY 2:3 (8:11 | 11:9 | 8:11 | 11:8 | 9:11)

Mihai BOBOCICA - Stefan FEGERL 2:3 (11:5 | 9:11 | 8:11 | 11:9 | 10:12)

Kanak JHA - Simon GAUZY 0:3 (9:11 | 9:11 | 2:11)