Post SV Mühlhausen – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3

TTF gewinnen zum Vorrunden-Abschluss in Thüringen

So klar haben die TTF noch nie in Mühlhausen gewonnen, wo sie sich oft sehr schwer getan und auch schon deutliche Niederlagen kassiert hatten. Doch am Dienstagabend zum Abschluss der Vorrunde klappte alles wie am Schnürchen. Man konnte den Rückenwind vom überzeugenden Sieg gegen Düsseldorf mit nach Thüringen nehmen und ließ dem Gastgeber, der im Mittelfeld der Tabelle steht, in 115 Minuten letztlich keine echte Chance.

 

Mit 16:6 Punkten und einem Spielverhältnis von 26:17 schließen die Oberschwaben die erste Halbserie mindestens auf dem vierten Tabellenplatz ab. Genaueres weiß man erst am kommenden Sonntag, wenn die übrigen Partien des elften Bundesligaspieltags ausgetragen werden. Insgesamt war es eine gute erste Halbserie. Nach bescheidenem Start mit den Niederlagen gegen Saarbrücken und in Fulda kam man immer besser in Tritt und verbuchte im weiteren Verlauf der Halbserie 16:2 Punkte – nur noch die Partie des neunten Spieltags beim TTC Neu-Ulm wurde verloren.

 

Der Türöffner in Mühlhausen war fraglos der Sieg Stefan Fegerls im Duell der beiden Topspieler Österreichs gegen Daniel Habesohn. Nach zwischenzeitlichem 1:2-Satzrückstand fand Fegerl immer besser ins Spiel und entschied in diesem sehenswerten Match die Sätze vier und fünf zu seinen Gunsten.

 

Jakub Dyjas machte da weiter, wo er gegen Düsseldorf aufgehört hatte, und besiegte Vizeeuropameister Ovidiu Ionescu in drei Sätzen – nur der letzte Durchgang war wirklich eng – zur beruhigenden 2:0-Pausenführung für die Schützlinge vom Dmitrij Mazunov.

 

Nun konnte Simon Gauzy, der überraschend nur an Position drei aufgestellt worden war, das Werk vollenden, wobei es ihm der lange Tscheche Lubomir Jancarik nur im ersten Durchgang leicht machte. Im zweiten Satz war Jancarik fast auf Augenhöhe und den dritten Durchgang „klaute“ er sogar dem 25-jährigen Franzosen. Doch Gauzy ließ sich davon nicht beeindrucken, legte wieder einen Zahn zu und gewann den vierten und letzten Satz mit 11:8.

 

Am 6.12. geht es für die TTF weiter mit dem Beginn der Rückrunde. Dann muss man zum 1. FC Saarbrücken TT reisen, einem der beiden derzeit führenden Teams in der TTBL. Ein echtes Topspiel also.

 

„Wir wußten, dass es nicht einfach wird. Unsere Ergebnisse der letzten Jahre waren hier schließlich nicht so toll“, so ein zufriedener Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Wir haben Mühlhausen heute sicher mit unserer Aufstellung etwas überrascht. Aber das war nicht alles. Die Jungs sind alle mit einer so positiven Einstellung an den Tisch gegangen, sind als Einheit aufgetreten und haben alles prima umgesetzt, was wir besprochen hatten. So gesehen war das für mich heute sogar unser bisher bestes Spiel in dieser Saison.“ Mazunov fügt hinzu: „Natürlich haben wir auch den Schwung vom Düsseldorf-Spiel mitgenommen, Simon und Jakub haben wieder sehr gut gespielt und auch Stefan hat heute gegen Habesohn endlich mal wieder ein Superspiel mit viel Kampfgeist und Moral gezeigt. Ich bin stolz auf die Jungs!“ Die erste Halbserie beschreibt der TTF-Trainer so: „Es war insgesamt eine gute Vorrunde mit leichten Ecken und Kanten, wir sind voll im Soll. Natürlich müssen wir nun die kleine Pause gut nutzen und gut trainiert und topfit in die Rückrunde gehen.“

 

Das Spiel im Überblick

Daniel Habesohn – Stefan Fegerl 2:3 (12:10, 8:11, 11:5, 9:11, 8:11)

Ovidiu Ionescu – Jakub Dyjas 0:3 (7:11, 8:11, 10:12)

Lubomir Jancarik – Simon Gauzy 1:3 (3:11, 9:11, 11:9, 8:11)