Vier Ochsenhauser am Start bei den Australian Open

Ganze zwei Tage nach dem Triumphzug des Jang Woojin bei den Korea ...

Vier Ochsenhauser am Start bei den Australian Open

Ganze zwei Tage nach dem Triumphzug des Jang Woojin bei den Korea Open hat ein weiteres Tischtennis-Spitzen-Event begonnen. Die australische 160.000-Einwohner-Hafenstadt Geelong im Gliedstaat Victoria ist Schauplatz der Australian Open 2018. Es geht um hohe Preisgelder – das zweite Platinum-Turnier der ITTF World Tour ist mit insgesamt 316.000 US-Dollar dotiert – und viele Weltranglistenpunkte. Topgesetzt ist der deutsche Weltranglistenvierte Dimitrij Ovtcharov.


Calderano, Gauzy, Dyjas und Jang in Down Under


Vier Asse der TTF Liebherr Ochsenhausen sind nach Down Under gereist, um dort unter den 95 Teilnehmern in den Herren-Konkurrenzen ihr Glück zu versuchen – lediglich Stefan Fegerl ist nicht dabei, da der österreichische Verband keine Spielerdelegation gemeldet hat. Auf der 16-köpfigen Setzliste finden wir Hugo Calderano an Position 6 und Simon Gauzy als Nummer 7. Die beiden steigen in die 1. Hauptrunde des Turniers ein, die am Donnerstag und Freitag ausgetragen wird, und brauchten keine Qualifikation zu spielen.


Besonders Gauzy will etwas gutmachen, da er in Korea deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben und bereits in der 1. Runde ausgeschieden war, während Calderano dort immerhin das Viertelfinale erreicht hatte und diesmal nach Möglichkeit noch weiter nach oben kommen will.


Dyjas und Jang überstehen die "Quali" nicht


Durch die Mühlen der Qualifikation mussten dagegen Jakub Dyjas und Jang Woojin. Und beide haben es nicht geschafft. Dyjas gewann zwar sein erstes Gruppenspiel gegen einen Australier klar, musste anschließend jedoch dem Kroaten Tomislav Pucar, Neuzugang des TTF-Pokalgegners Fulda-Maberzell, nach einer 1:4-Niederlage gratulieren. Dies man schon als eine kleine Enttäuschung bezeichnen.


Eine extrem schwere Qualifikations-Gruppe ohne Australier oder Neuseeländer hatte der Held von Daejeon, Jang Woojin, erwischt. Hatte er bei den Korea Open als erster Spieler der Tischtennisgeschichte drei World-Tour-Titel bei einem Turnier geholt und insgesamt 16 Matches siegreich bestritten, bedeutete diesmal bereits sein zweites Einzel das Turnier-Aus. Zunächst konnte Jang noch seinen Landsmann Cho Daeseong mit 4:1 in die Schranken weisen, doch gegen den 20-jährigen Chinesen Yu Ziyang, mangels internationaler Einsätze derzeit nur die Nummer 257 der Welt, in Wirklichkeit aber ein Mann mit TOP30-Niveau, musste selbst er passen. Der Neu-Ochsenhausener hatte dabei das Glück nicht auf seiner Seite und unterlag denkbar knapp mit 3:4 (11:8, 11:13, 10:12, 11:6, 11:13, 11:8, 9:11). Andererseits kommt das frühe Ausscheiden Jangs, der nur Gruppenzweiter wurde, auch nicht so überraschend, da es schon vielen Spielern passiert ist, nach außergewöhnlichen Leistungen in ein kleines Loch zu fallen – also kein Anlass zur Besorgnis. Man darf gespannt sein, wie sich sein Bezwinger Yu Ziyang in der 1. Hauptrunde gegen Dimitrij Ovtcharov aus der Affäre zieht.


Starke Auftaktgegner für Hugo Calderano und Simon Gauzy


In dieser Runde trifft Hugo Calderano am Donnerstag auf den japanischen Weltranglisten-50. Yuya Oshima – stets ein gefährlicher Gegner. Simon Gauzy duelliert sich erst am Freitagfrüh mit dem Inder Kamal Sharath Achanta. Der routinierte Düsseldorfer TTBL-Profi ist gegenwärtig im internationalen Ranking auf Position 43 notiert. Auch dies ein Kontrahent, gegen den man hochkonzentriert zur Sache gehen muss, um keine unliebsame Überraschung zu erleben.
Im Doppel noch alle Eisen im Feuer


Alle vier Ochsenhausener sind nicht nur in der Einzel-Konkurrenz vertreten sondern auch im Doppel dabei. Von dort gibt es bisher nur Erfolgsmeldungen. Jakub Dyjas steht mit Partner Alvaro Robles (Spanien) nach einem lockeren Auftaktsieg gegen zwei Australier ebenso im Achtelfinale wie die TTF-Kombination Hugo Calderano/Simon Gauzy, die mit zwei Neuseeländern wenig Mühe hatte. Calderano/Gauzy treffen am Donnerstag in der Runde der letzten 16 in einem reizvollen Bundesligaduell auf die beiden an drei gesetzten deutschen Nationalspieler Patrick Franziska und Ricardo Walther.


Noch nicht gespielt hat das Erfolgsduo von Daejeon, Jang Woojin/Lim Jonghoon. Die beiden Südkoreaner gehören zu den acht gesetzten Kombinationen und müssen erstmals am Donnerstag im Achtelfinale an den Tisch. Gegen die Belgier Martin Allegro vom Bundesliga-Aufsteiger Jülich und Florent Lambiet von Werder Bremen gehen Jang/Lim als Favoriten ins Rennen.