Vier TTF-Profis bei der Mini-WM in Bremen

Vier TTF-Profis bei der Mini-WM in Bremen

Nach der Tour ist vor der Tour – von Stockholm geht es nun nach Bremen zu den German Open.

 

Letzte Woche bei den Swedish Open konnte aus Sicht der TTF Liebherr Ochsenhausen vor allem Simon Gauzy Akzente setzen. Gauzy hatte als einer von zwei Europäern das Viertelfinale des hochkarätig besetzten Turniers erreicht, wo er dem Weltranglisten-Zweiten Fan Zhendong nach guter Gegenwehr gratulieren musste. Der Ochsenhauser hatte zunächst Bergneustadts Spanier Alvaro Robles ganz deutlich geschlagen und danach den Weltranglisten-Elften Koki Niwa (Japan) in sechs Sätzen ausgeschaltet. Mit einer Medaille im Gepäck hat Jakub Dyjas die Schwedische Hauptstadt verlassen. Im Doppel schaffte es der 23-jährige Pole zusammen mit dem Belgier Cedric Nuytinck überraschend bis ins Halbfinale, wo man den beiden Topchinesen und späteren Turniersiegern Fan Zhendong/Xu Xin unterlag.

 

Und nun steht Bremen im Fokus. Dort beginnen am Dienstag die German Open 2019 (8.-13. Oktober). Bei dem internationalen Tischtennis-Highlight in der ÖVB-Arena – manche sprechen von einer „Mini-WM“ auf deutschem Boden –, sind natürlich auch zahlreiche Ochsenhauser Profis am Start. Für das Hauptfeld gesetzt ist aber lediglich Hugo Calderano, der als Weltranglisten-Sechster auf Position fünf der Setzliste zu finden ist. Die Liste wird vom chinesischen Trio Xu Xin, Fan Zhendong und Lin Gaoyuan angeführt, von den Top 10 fehlen lediglich Ma Long (China) und der schwedische Vizeweltmeister Mattias Falck.

 

Um unter den 16 gesetzten Akteuren zu sein, hätte man mindestens Rang 18 im internationalen Ranking belegen müssen. Simon Gauzy verfehlte dies als Weltranglisten-20. recht knapp. Auch Jakub Dyjas und Stefan Fegerl müssen durch die Mühlen der Qualifikation, die bereits am Dienstag beginnt. Gleiches gilt natürlich auch für die Studenten des Liebherr Masters College Can Akkuzu, Bence Majoros und Ioannis Sgouropolous. Und die Qualifikation hat es in sich. Dort wird von Beginn an im K.O.-System gespielt. Mit einer einzigen Niederlage ist der Spieler ausgeschieden und hat dann nur noch die Chance auf ein Weiterkommen im Doppel oder Mixed, sofern er dafür gemeldet hat.

 

Die German Open gehören zu der erlesenen Serie von insgesamt sechs Platinum-Turnieren des Weltverbandes über das gesamte Jahr. Dabei werden besonders viele Weltranglistenpunkte vergeben. Zudem zählt das Preisgeld in Gesamthöhe von 270.000 US-Dollar zu den höchsten auf der World Tour. Die Sieger der Einzelkonkurrenzen dürfen sich über jeweils 30.000 Dollar freuen.