Sonntag, 15.00 Uhr: TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen

Wir sind bereit - TTF wollen in Bad Koenigshofen den Spitzenplatz festigen

Vorletztes Spiel der regulären Punktrunde der TTBL – und es geht um nicht mehr und nicht weniger für die TTF Liebherr Ochsenhausen, als den Spitzenplatz zu verteidigen. Und wer meint, dass dies einfach würde, weil Gegner TSV Bad Königshofen, der auch noch als ausgesprochen heimstark gilt, „nur“ Tabellenachter mit 12:24 Punkten ist, liegt daneben.

 

Zu dicht sind die Bundesligisten leistungsmäßig beieinander. In der Besetzung Oikawa, Ort, Majoros – und so dürfte man vermutlich auflaufen – kann der Gegner jedem in Europas stärkster Liga empfindlich wehtun. Hinzu kommt, dass sich die Unterfranken, die oft knapp und unglücklich verloren haben – so etwa gegen Düsseldorf, Mühlhausen und zuletzt Bergneustadt, insgesamt sechs Partien hat man mit 2:3 abgegeben –, zu gerne von ihrer nicht gerade kleinen Fangemeinde mit einem Erfolg aus der Saison verabschieden möchten. Und nach dem grandiosen Last-Minute-Sieg in München gegen Düsseldorf gehören die TTF noch mehr zu den Gejagten als ohnehin schon. Das hätte schon was, aus Sicht des TSV, ausgerechnet gegen Calderano und Co. im letzten Heimspiel der Runde einen Coup zu landen.

 

Die TTF müssen folglich auf der Hut sein und hellwach in das Match gehen. Gerade die Nummer eins und zwei des TSV sind sehr gefährlich. Der kleine, wendige Japaner Mizuki Oikawa hat nicht von ungefähr eine imponierende 16:8-Bilanz erspielt und gehört damit zu den Besten der Liga. Und der deutsche Nationalspieler Kilian Ort, der lange verletzt war, nun aber wieder topfit zu sein scheint, ist schwer im Kommen. In der Weltrangliste ist er krass unterbewertet. 10:7 im vorderen Paarkreuz – so stark war der 22-Jährige nie zuvor in seiner Karriere.

 

Eine schwierige Aufgabe. Nirgends steht in Stein gemeißelt, dass es gegen diesen Gegner immer so gut läuft wie im Hinspiel, wo man sich über ein glattes 3:0 freuen durfte. Simon Gauzy besiegte in Ehingen Bence Majoros, der dem Liebherr Masters College angehört, mit 3:0. Stefan Fegerl zeigte eine ganz starke Leistung und konnte gegen Mizuki Oikawa in vier Sätzen nachlegen und Jakub Dyjas machte den Deckel drauf durch ein 3:0 über Kilian Ort. Am Sonntag dürfte es ein ganzes Stück schwerer werden.

 

Im Schnitt sehen circa 550 Zuschauer die Heimspiele der Bad Königshofener, die sich im zweiten Erstliga-Jahr weiter konsolidiert und stabilisiert haben und in ihrer dritten Saison mit Bastian Steger noch stärker aufgestellt sein werden. Vermutlich werden mehr als 600 Fans ihr Team am Sonntag stimmgewaltig nach vorne treiben. Doch die jungen TTF-Profis macht das nicht nervös. Sie kennen das „Feeling“, vor guten, lautstarken Kulissen zu spielen, und lieben es.

Gewinnen sie die Partie, ist Platz eins für den Herbstmeister zum Abschluss der Punktspiele zum Greifen nah – man müsste dann „nur“ noch das Heimspiel gegen Fulda eine Woche später unbeschadet überstehen. Und die Truppe ist topmotiviert.

 

„Es ist der vorletzte Spieltag der regulären Saison und wir möchten unseren hart erarbeiteten Tabellenplatz behalten und werden uns jetzt keinesfalls zurücklehnen“, versichert TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Bad Königshofen ist gerade zu Hause eine gefährliche Mannschaft und wird uns alles abverlangen. Aber wir sind bereit und alle Mann sind fit und an Bord.“

 

Die Mannschaften

TSV Bad Königshofen
Mizuki Oikawa JPN, 21 Jahre, März-Weltrangliste Platz 77, TTBL-Bilanz 16:8
Kilian Ort GER, 22 Jahre, WRL 195, TTBL 10:7
Bence Majoros HUN, 21 Jahre, WRL 121, TTBL 3:15
Filip Zeljko CRO, 22 Jahre, WRL 823, TTBL 1:6
Doppel: Majoros/Ort 2:3, Majoros/Oikawa 0:1, Majoros/Zeljko 0:2
Cheftrainer: Koji Itagaki JPN, 46 Jahre

 

TTF Liebherr Ochsenhausen
Jang Woojin KOR, 23 Jahre, WRL 11, TTBL 3:0
Hugo Calderano BRA/POR, 22 Jahre, WRL 6, TTBL 10:5

Simon Gauzy FRA, 24 Jahre, WRL 32, TTBL 12:8
Stefan Fegerl AUT, 30 Jahre, WRL 67, TTBL 7:6

Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 69, TTBL 11:3

Doppel: Fegerl/Dyjas 2:1, Fegerl/Gauzy 2:0, Calderano/Fegerl 1:0
Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 47 Jahre