Sonntag, 15.00 Uhr: ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen

Zum Jahresabschluss nochmals richtig gefordert: TTF wollen im Hexenkessel von Grünwettersbach bestehen

Die TTF Liebherr Ochsenhausen, amtierender Deutscher Meister und Pokalsieger, haben – nach der unglücklichen Niederlage in Saarbrücken – ihre letzten drei Bundesligaspiele sehr deutlich gewonnen. 3:0 gegen Fulda, 3:1 in Grenzau und 3:0 gegen Jülich – man ist wieder in der Erfolgsspur und möchte dort bleiben. Auch wenn die letzten Gegner alle aus dem unteren Tabellendrittel kamen, wobei gerade Fulda über eine gewisse Qualität verfügt und nicht von ungefähr letzten Sonntag in Düsseldorf gewonnen hat.

Auf jeden Fall wartet am Sonntag ein ganz schwerer Gegner auf die Truppe aus Oberschwaben. Der ASV Grünwettersbach spielt seine beste Saison bisher in der TTBL und ist mit 16:12 Punkten Tabellensechster. Die Badener sind – natürlich neben Bergneustadt (18:10) – der einzige verbliebene echte Konkurrent des führenden Quartetts in Hinblick auf die Play-off-Plätze. Zudem gilt das Team als ausgesprochen heimstark und hat zuletzt vor eigenem Publikum Bad Königshofen geschlagen.

Die TTF wollen im Hexenkessel von Grünwettersbach – in der relativ kleinen Halle im dortigen Tischtenniszentrum ist fast immer richtig gute Stimmung und die Fans sitzen sehr nahe am Geschehen – ihren gerade eroberten dritten Tabelenplatz behaupten und wissen natürlich, wie schwierig das wird. Immerhin hat Dmitrij Mazunov alle fünf Spieler zur Verfügung und kann je nach Tagesform und taktischen Aspekten die bestmögliche Aufstellung wählen.

Das Hinspiel in Ehingen Ende September konnte mit 3:1 gewonnen werden. Hugo Calderano glänzte dabei mit zwei Siegen (3:0 gegen Tobias Rasmussen, 3:1 gegen Wang Xi). Jakub Dyjas bezwang Dang Qiu mit 3:2, während nur Simon Gauzy eine Niederlage einstecken musste – er musste Wang nach fünf engen Sätzen gratulieren.

Der Inder Sathiyan Gnanasekaran, ein Spitzenspieler von internationalem Rang, bestritt bisher nur vier Partien für den ASV, Bilanz 5:3. Das vor der Saison aus Fulda gekommene Defensiv-Ass Wang Xi hat alle Spiele mitgemacht und steht mit 13:8 klar positiv. Jung-Nationalspieler Dang Qiu ist ein stets gefährlicher Gegner, auch wenn er leicht negativ notiert ist (6:8). Und der Däne Tobias Rasmussen ist nicht nur ein vorzüglicher Doppelspieler, sondern hat sich zuletzt auch im Einzel deutlich gesteigert, auch wenn seine Bilanz noch klar negativ ist (2:8). Insgesamt jedenfalls eine gefährliche Mannschaft ohne wirklichen Schwachpunkt.

„Das wird sicher ein spannendes Spiel“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Ein starker Gegner, der bisher ein sehr gutes Bild in der Liga hinterlassen hat und zum Kreis der Play-off-Anwärter zählt. Zudem ist es immer schwierig, im Hexenkessel von Grünwettersbach zu bestehen.“ Pejinovic möchte die TTF mit breiterer Brust als bisher agieren sehen: „Das Team spielt gut, keine Frage. Mir fehlt da aber noch etwas, ein klares Statement, ein deutliches Signal der Jungs: Hey, wir sind der Deutscher Meister und Pokalsieger und treten entsprechend selbstbewusst auf.“ Auf jeden Fall setzt Pejinovic auf Sieg: „Wir sind voll auf Kurs und wollen einen schönen Abschluss des Jahres, um entspannt in die Feiertage zu gehen und uns mit einem Erfolgserlebnis im Rücken auf das Liebherr Pokal-Finale am 4. Januar freuen zu können.“

 

Die Mannschaften

 

ASV Grünwettersbach

Sathiyan Gnanasekaran IND, 26 Jahre, Weltrangliste Platz 30, TTBL: 5:3

Wang Xi GER, 35 Jahre, WRL ---, TTBL: 13:8

Qiu Dang GER, 23 Jahre, WRL 79, TTBL: 6:8

Tobias Rasmussen DEN, 23 Jahre, WRL 225, TTBL: 2:8

Doppel: Qiu/Rasmussen 1:1, Gnanasekaran/Rasmussen 1:0, Wang/Rasmussen 1:0

Trainer: Joachim Sekinger GER, 44 Jahre

 

TTF Liebherr Ochsenhausen

Hugo Calderano BRA/POR, 23 Jahre, WRL 6, TTBL: 9:1

Simon Gauzy FRA, 25 Jahre, WRL 21, TTBL: 10:6

Jakub Dyjas POL, 23 Jahre, WRL 71, TTBL: 9:4

Stefan Fegerl AUT, 31 Jahre, WRL 78, TTBL: 4:7

Vladimir Sidorenko RUS, 17 Jahre, WRL 169, TTBL: 3:2

Doppel: Fegerl/Sidorenko 2:0; Gauzy/Fegerl 0:1

Cheftrainer: Dmitrij Mazunov RUS, 48 Jahre