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Bundesliga-Hit in Biberach: TTF wollen den Spitzenreiter stürzen

Sonntag, 15:00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf

 

Es ist das absolute Schlagerspiel der Tischtennis-Bundesliga, das Duell der Giganten. Wenn der Tabellenzweite TTF Liebherr Ochsenhausen den Spitzenreiter und Rekordmeister Borussia Düsseldorf empfängt, jenen Klub, der bereits 60 nationale und internationale Titel errungen hat, ist es das Aufeinandertreffen zweier Hochkaräter des Mannschaftstischtennis, aber auch ein Stelldichein der Weltklassespieler, die beide Teams in gehäufter Form im Kader haben.

 

Und es könnte zu einer Generalprobe werden, falls es beiden Mannschaften gelingt, ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft am 2. Juni in der Frankfurter Fraport-Arena einzuziehen, was viele Experten für nicht unwahrscheinlich halten. Schon häufig standen sich die beiden Erzrivalen gegenüber – und nicht selten gab es enge, dramatische Partien, aus denen manches Mal auch die Oberschwaben als Sieger hervorgingen, wie zuletzt in beiden Bundesliga-Duellen der Saison 2011/12.

 

Der Titelverteidiger und ETTU-Cup-Sieger ist das Aushängeschild der Liga und diese Saison erneut Titelfavorit Nummer eins. Derzeit führt Düsseldorf die Bundesligatabelle mit zwei Zählern Vorsprung vor den Ochsenhausenern an. Zudem rechnet man sich gute Chancen in der Champions-League aus, Titelverteidiger Orenburg in einem möglichen Finale zu stürzen.

 

Alles steht und fällt natürlich mit Timo Boll (aktuelle TTBL-Bilanz: 9:1), der beinahe schon traditionell gegen Ochsenhausen zum Einsatz kommt. Allerdings ist nicht nur der aktuelle Weltranglistenfünfte und amtierende Europameister, der am Sonntag im Finale um die Deutsche Einzel-Meisterschaft 2013 in Bamberg überraschend vom krassen Außenseiter Steffen Mengel besiegt wurde, schwer zu schlagen. Auch die DTTB-Nationalspieler Christian Süß (WRL 40 / TTBL 10:7) und Patrick Baum, Vize-Europameister 2010 und 2011 (WRL 32 / TTBL 9:7), zählen zu den Top-Akteuren der Borussia und sind national wie international echte Größen. Der 21-jährige Ricardo Walther (WRL 186 / TTBL 4:2), vom Zweitligisten Jülich gekommen, komplettiert das nur aus Deutschen bestehende Düsseldorfer Team.

 

Die TTF sind gewiss nicht chancenlos, dennoch muss alles passen, um den Favoriten mit stimmgewaltiger Unterstützung der Fans aus Ochsenhausen, Biberach und ganz Oberschwaben in die Schranken weisen zu können. Um ein Haar wäre das bereits im Hinspiel in der „Höhle des Löwen“ geglückt.

 

Am 28. Oktober hatten Apolonia und Kollegen dem Meister im ausverkauften ARAG CenterCourt einen heißen Tanz bereitet und drei Stunden dagegengehalten, um am Ende unglücklich mit 2:3 den Kürzeren zu ziehen. Dabei hatte man damals sogar ohne Topspieler Ryu Seung Min auskommen müssen, der von „Nesthäkchen“ Liam Pitchford bestens vertreten wurde, das Patrick Baum keine Chance ließ. Da auch Kirill Skachkov gegen Christian Süß klar gewann, führten die TTF zwischenzeitlich mit 2:1, schafften es jedoch gegen Boll & Co. nicht, den Sack endgültig zuzumachen.

 

Die Schützlinge von Trainer Dubravko Skoric, dessen Vertrag unlängst für zwei weitere Jahre verlängert wurde, sind selbstbewusst und wissen, dass sie in Europas Topliga an guten Tagen jeden Gegner schlagen können. Und sie wissen, was Teamgeist bedeutet und wie man einen großen Gegner beeindrucken und gegebenenfalls in die Knie zwingen kann. Die Harmonie in der Truppe ist groß – jeder kitzelt aus sich im Ligaspiel normalerweise noch ein paar Prozente mehr heraus als bei Einzelturnieren.

 

Der Start der TTF in die Bundesliga-Rückrunde war makellos – vier Spiele, vier klare Siege, drei davon mit 3:0. Und das gegen Gegner wie Saarbrücken, Bremen und Fulda. Und nun will man auch dem Boll-Klub demonstrieren, dass man ein Widersacher auf Augenhöhe ist, gegen den es am Ende ganz, ganz eng werden könnte.

 

Die Play-offs sind so gut wie gebucht. Dort soll man hin, dort will man hin, dort muss man hin. Und man möchte sich nicht als Vierter gerade so „hineinmogeln“, sondern mindestens als Tabellenzweiter in die Meisterschaftsendrunde einziehen. Und steht man erst einmal im Halbfinale, will man natürlich ins Endspiel. Und da wäre dann alles möglich. Doch erst einmal gilt es, gegen den großen Titelfavoriten am Sonntag ein eindeutiges Zeichen zu setzen.

 

TTF Liebherr Ochsenhausen bietet – wie immer – den Olympiasieger von Athen 2004, Ryu Seung Min (Weltrangliste Platz 20, TTBL-Bilanz 12:2), Tiago Apolonia (WRL 43 / TTBL 9:8), Kirill Skachkov (WRL 46 / TTBL 9:4) und Liam Pitchford (WRL 124 / TTBL 1:2) auf, die auf die Revanche für das Hinspiel brennen.

 

Der Partie fiebern nicht nur die Tischtennisfans entgegen. Auch beim Presenter des Spiels, der Orizon GmbH, sind Spannung und Vorfreude groß. Der renommierte Personaldienstleister, der auch eine Niederlassung in Biberach besitzt, sieht Analogien zwischen erfolgreichem Leistungssport und dem Erfolg in der beruflichen Karriere. Dies unterstreicht Dr. Dieter Traub, Geschäftsführer (CEO) der Orizon GmbH: „Wir sind überzeugt davon, dass Wertschätzung gegenüber jedem unserer Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet. Genau wie beim Hochleistungs-Tischtennis sind es vor allem die Faktoren Fairness, Leistungswille und Überzeugung jedes einzelnen, die letztlich zum Erfolg der gesamten Mannschaft führen.“ Dr. Traub sieht dem Bundesliga-Schlagerspiel mit Optimismus entgegen: „Wir sind uns sicher, dass die Spieler der TTF Liebherr Ochsenhausen mit der geballten, in kraftvollem Signal-Orange demonstrierten Unterstützung von Orizon den Rekordmeister Borussia Düsseldorf bezwingen können.“

 

Kristijan Pejinovic hört das natürlich nicht ungern: „Ochsenhausen vs. Düsseldorf ist wie jedes Jahr ein Highlight und in diesem Jahr bedeutet es Zweiter gegen den Ersten der TTBL.“ Der TTF-Präsident will jetzt noch nicht über die Endphase der Saison nachdenken, auch wenn es sich schwer ausschalten lässt: „Wir reden noch nicht von Finals - im Sport ist alles möglich und noch sind ein paar Spiele zu absolvieren. Dennoch ist es in den meisten Köpfen der Fans, Zuschauer, Medien und Partner so gefestigt.“ Die Hoffnung auf einen TTF-Sieg im Spitzenspiel hält Pejinovic für realistisch: „Vor heimischer Kulisse ist es immer besser aufzuschlagen. Wir brauchen die beste Unterstützung unserer Fans, um das Highlight noch zu krönen. Die Chancen sind gut und wir freuen uns auf diesen Klassiker der Tischtennis-Szene. Und wir freuen uns darauf, das Top-Spiel mit unserem neuen Partner und Presenter ORIZON in Biberach auszutragen und wünschen allen Zuschauern ein packendes Match!“

 

TTF-Termine

Sonntag, 10.03., 15:00 Uhr, Bundesliga (TTBL):

TTF Liebherr Ochsenhausen - Borussia Düsseldorf

 

Sonntag, 17.03., 15:00 Uhr, Bundesliga (TTBL):

TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Plüderhausen

 

Sonntag, 24.03., 15:00 Uhr, Bundesliga (TTBL):

TTC matec Frickenhausen - TTF Liebherr Ochsenhausen

 

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