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Bundesliga-Topspiel in Ochsenhausen

Sonntag, 15.00 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen - Borussia Düsseldorf

 

Nun, die Pokalhürde in Grenzau wurde elegant genommen, das war wichtig und gibt der jungen Mannschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen Auftrieb für die kommenden Aufgaben. Und da kommt die auf dem Papier schwerste überhaupt mögliche bereits am Sonntag auf die Oberschwaben zu. Der Rekordmeister und Titelverteidiger Borussia Düsseldorf gastiert in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle. Doch das macht Dubravko Skorics jungen Wilden keine Angst, vielmehr ist die Vorfreude auf das Match gegen Boll und Co. spürbar. Simon Gauzy: „Spiele gegen Düsseldorf sind immer etwas Besonderes, da kann man richtig zeigen, was man draufhat. Und die Fans werden sicher voll hinter uns stehen. Ich freue mich auf das Match.“

 

Ochsenhausen vs. Düsseldorf – besseres, hochkarätigeres Mannschafts-Tischtennis wird man in Deutschland kaum zu sehen bekommen. Timo Boll, Kristian Karlsson oder Stefan Fegerl sind echte Hausnummern in der Tischtenniswelt, Simon Gauzy, Hugo Calderano und Yuto Muramatsu – um nur drei der fünf TTF-Profis zu nennen – jedoch ebenso.

 

Der Rekordchampion – viele sprechen vom FC Bayern München des Tischtennissports – hat sein erstes Ligaspiel vor heimischer Kulisse gegen die Bergneustädter Schwalben ungefährdet mit 3:1 gewonnen. Die TTF hatten, ohne den damals erkrankten Simon Gauzy, gegen „Angstgegner“ Fulda-Maberzell – diesen Nimbus wollen sie im Lauf der Saison noch brechen – eine unglückliche 2:3-Niederlage kassiert. In dieser Partie wie auch in Grenzau und bei den Czech Open stellte Hugo Calderano eine bestechende Frühform zum Saisonbeginn unter Beweis. Und beim Pokalspiel in Grenzau zeigte auch Gauzy, dass er wieder im Kommen ist. Er besiegte Constantin Cioti, der als sperriger Gegner bekannt ist, und hatte mit Grenzaus neuem Hoffnungsträger Kirill Gerassimenko nicht die geringsten Probleme.

 

Doch um Düsseldorf zu schlagen – und genau das ist das Ziel der TTF – braucht es noch mehr als „nur“ einen starken Calderano und Gauzy. Auch der dritte Mann im Ring muss in Bestform agieren und die beiden TTF-Asse, die zuschauen müssen – Dubravko Skoric hat einmal mehr die Qual der Wahl – müssen am Rande der Bande alles geben, um ihre spielenden Kollegen zu puschen. Jeder wird an diesem besonderen Tischtennistag benötigt.

 

Natürlich mögen Boll und Co. leicht favorisiert nach Oberschwaben reisen, aber wirklich nur leicht. Schließlich liegt die forsche, offensive Spielweise der Düsseldorfer Weltklasse-Akteure den TTF-Profis gut, die Duelle der letzten Jahre verliefen stets ganz eng und ausgeglichen und die TTF haben oft genug als Sieger die Halle verlassen. Sportmanager Daniel Zwickl stellt fest: „Spiele gegen Düsseldorf sind immer ein Erlebnis. Düsseldorf hat einen klangvollen Namen und super starke, bekannte Spieler, doch wir sind Ochsenhausen und haben auch einiges anzubieten. Wir müssen uns nicht verstecken.“

 

Um ein Haar hätte man die Rheinländer letzte Saison auch im Viertelfinale der europäischen Königsklasse ausgeschaltet. Die Spieler wissen um ihre eigenen Qualitäten und es ist ihnen bewusst, dass sie Düsseldorf schlagen können, sofern sie ihre Bestform abrufen. Daniel Zwickl sagt: „Sie liegen uns recht gut und wir haben sie letzte Saison zweimal in vier Spielen geschlagen, bei den anderen beiden Malen waren wir auch dicht dran. Dass wir im Pokal weitergekommen sind, gibt den Spielern zusätzlich noch einen kleinen Schub für das TTBL-Spitzenspiel.“

 

Die Borussia ist personell im Vergleich zur Vorsaison kaum verändert, lediglich der nach Bergneustadt gewechselte Inder Achanta ist nicht mehr dabei. Die übrigen Vier sind Spitzenkönner, die allesamt schwer zu schlagen sind, nicht nur „Leader“ Timo Boll – der 36-jährige Ausnahmesportler ist immer noch die Nummer sieben der Tischtenniswelt. Sehr stark ist auch der 26-jährige Schwede Kristian Karlsson (Weltrangliste Platz 25). Sogar noch einen Platz vor ihm steht im internationalen Ranking der weltbeste Österreicher, Stefan Fegerl, 28 Jahre alt. Und diesem Trio folgt mit dem 20-jährigen Schweden Anton Källberg (WRL Platz 95) ein guter Bekannter in Ochsenhausen. Der zu Europas größten Talenten zählende Källberg wurde bis Sommer 2016 im Liebherr Masters College ausgebildet und geformt. Gegen die TTF hat er letzte Saison einige sehr gute Spiele gemacht.

 

Die Ochsenhausener Mannschaft ist bekanntlich jünger, aber nicht weniger ambitioniert und auch international bereits von Rang und Namen. Simon Gauzy ist mit 22 der Senior des Teams. Auf der Weltrangliste ist er an Position 14 geführt. Hugo Calderano (WRL Platz 27), Jakub Dyjas (WRL 55) und Joao Geraldo (WRL 79) sind alle 21 Jahre jung, Defensivkünstler Yuto Muramatsu (WRL 30) ist sogar erst 20.

 

Die Dr.-Hans-Liebherr-Halle ist trotz des hochkarätigen Gegners noch nicht ausverkauft, jeder Tischtennisfan, der kommen möchte, wird noch sein Ticket für dieses tolle Event erhalten. Manuel Pfender von der TTF-Geschäftsstelle erläutert: „Aufgrund des schönen Wetters und der Tatsache, dass noch Ferien sind, konnten wir bisher erst rund 200 Tickets absetzen, aber wir hoffen auf eine lautstarke Kulisse, denn ohne die Fans werden wir den Deutschen Meister kaum schlagen können.“ Dem ist wenig hinzuzufügen. Die TTF wünschen sich eine starke, stimmgewaltige Kulisse, die die jungen Spieler puscht und nach vorne treibt. Mit den Fans im Rücken können Boll und Co. besiegt werden.

 

Daniel Zwickl: „Ich denke, es wird ein ganz enger, spannender Schlagabtausch werden. Ich freue mich drauf, wir alle freuen uns drauf.“ Alles ist angerichtet für ein Tischtennisevent der Extraklasse.

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