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Champions League: TTF auf Viertelfinalkurs

TTF Liebherr Ochsenhausen – SPG Walter Wels 3:1

 

Das war keine leichte Übung. Wels mit dem starken Koreaner Cho Seungmin trat nicht wie ein Tabellenschlusslicht auf und forderte die jungen TTF-Profis im dritten Gruppenspiel der Table Tennis Champions League Men. Die Oberösterreicher spielten gut und mit taktischem Geschick, sie kämpften sehr beherzt um ihre letzte Chance, noch etwas im diesjährigen Wettbewerb zu reißen. Das attestierte dem Gästeteam auch TTF-Präsident Kristijan Pejinovic: „Wels hat sich gut verkauft.“

 

Hinzu kam, dass Ochsenhausen aufstellungsmäßig ein wenig experimentierte und neben Topspieler Simon Gauzy den wiedergenesenen Jakub Dyjas, sieben Wochen ohne Spielpraxis, sowie den leicht erkälteten Yuto Muramatsu aufgeboten hatte.

 

Simon Gauzy legte gegen den Belgier Robin Devos gleich los, als ginge es gerade beim Weltcup weiter, verlor aber im Lauf des Matchs ein wenig seine Linie, brachte die Angelegenheit aber dennoch mit 3:0 nach Hause.

 

Jakub Dyjas startete gegen Cho Seungmin auch ganz stark, doch mit zunehmender Spieldauer zeigte sich gegen einen allerdings auch sehr guten Gegner, dass er so lange pausiert hatte. „Jakub machte, was man ihm nach so langer Spielpause nicht ankreiden kann, zu viele kleine Fehler“, so Pejinovic. „Cho hat das Tempo immer wieder rausgenommen und Jakub, dem einfach noch die Spielpraxis fehlt, zu Fehlern gezwungen.“ Andererseits war es Zeit, den 22-jährigen Polen wieder zu bringen. „Jetzt sind wir fast schon im November, viel länger konnte man nicht warten“, sagte der TTF-Chef.

 

Ein gesundheitlich leicht angeschlagener Yuto Muramatsu hatte gegen den Serben Zsolt Petö zu kämpfen, um in fünf Durchgängen die Oberhand zu behalten. Im Entscheidungssatz hatte der Japaner aber das Geschehen gut im Griff. Pejinovic: "Petö hat taktisch clever gespielt, ich hätte nicht gedacht, dass er mit Yutos Spiel so gut zurecht kommt - aber im letzten Satz hatte Yuto ihn doch klar im Sack."

 

Simon Gauzy bestritt gegen Cho Seungmin, wie alle Welser Spieler Linkshänder, ein enges Match und lag im Entscheidungssatz ständig im Hintertreffen. Der Weltranglisten-Dreizehnte ließ sich jedoch nicht entmutigen und hatte schließlich doch das bessere Ende für sich, gleichbedeutend mit dem Siegpunkt für die TTF zum 3:1. Pejinovic: „Simon war heute unser Matchwinner.“

 

Man freute sich kurz über den Umstand, dass man wettbewerbsübergreifend nun bereits viermal in Folge gewonnen hat – und zwar stets deutlich mit 3:1 oder 3:0. Und natürlich über den dritten Sieg in der dritten Champions-League-Partie sowie die Verteidigung der Tabellenführung. Pejinovic stellte fest: „Es müsste jetzt schon ganz dumm laufen, wenn wir es nicht ins Viertelfinale schaffen würden. Aber wir wollen ja mehr, wir wollen als Gruppenerster weiterkommen.“

 

Der Fokus liegt bereits wieder auf dem nächsten Spiel am Sonntag in der TTBL. „Morgen früh geht es schon los nach Saarbrücken“, so Kristijan Pejinovic, „und das wird ein extrem schweres Spiel“. Ochsenhausens Präsident fügte hinzu: „Ich bin froh, dass wir gegen Wels nicht über die volle Distanz gehen mussten, es wäre nicht gut gewesen, uns vor dem Spiel in Saarbrücken zu sehr zu verausgaben.“ Die Saarländer räumen auch weiterhin alles ab, was möglich ist. Am Freitagabend gewannen sie ihr Königsklassen-Match im französischen Chartres mit 3:0 und schonten dabei mit Patrick Franziska sogar noch ihren derzeit besten Mann für das Duell mit den TTF. Doch die fahren nicht ins Saarland, um brav die Punkte abzuliefern. Man darf gespannt sein.

 

Das Spiel im Überblick

Simon Gauzy – Robin Devos 3:0 (11:3, 11:8, 15:13)

Jakub Dyjas – Cho Seungmin 1:3 (11:5, 13:15, 7:11, 9:11)

Yuto Muramatsu – Zsolt Petö 3:2 (8:11, 11:8, 11:6, 9:11, 11:4)

Simon Gauzy – Cho Seungmin 3:2 (7:11, 11:4, 11:13, 11:6, 12:10)

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