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Kein Spiel wie jedes andere - TTF empfangen die "Schwalben"

Sonntag, 15 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen - TTC Schwalbe Bergneustadt

 

"Wie, nur Bergneustadt, kein Düsseldorf, kein Fulda, kein Saarbrücken, ach da muss ich nicht kommen!" - so mag mancher weniger gut informierte Tischtennisfan denken. Aber damit läge er grundlegend daneben. Gerade am Sonntagnachmittag in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle wird die Unterstützung der TTF-Anhänger von besonderer Wichtigkeit sein. Es geht nämlich um viel, sehr viel.

 

Die Bundesliga-Partie der TTF gegen die "Schwalben" aus dem Bergischen Land ist eine der wichtigsten Begegnungen für die TTF in der gesamten Punktrunde, es ist eine Art Schlüsselspiel. Es geht um nicht weniger als die Play-offs. Genau dahin sollen und wollen die TTF, die Gäste dummerweise jedoch ebenfalls. Und als Tabellenfünfter besitzen sie noch alle Chancen, dieses Ziel zu erreichen, umso mehr, wenn sie in Ochsenhausen gewinnen sollten. Und das streben sie um jeden Preis an.

 

Die jungen Oberschwaben sind Tabellenzweiter mit 18:6 Punkten, Bergneustadt hat eine Partie weniger ausgetragen und weist 12:10 Zähler auf. Bei einem Sieg wären die "Schwalben" bis auf zwei Minuspunkte heran, gewinnen jedoch die TTF, sind es sechs Minus- und acht Pluspunkte, die in den verbleibenden Partien - drei für die TTF, vier für Bergneustadt - faktisch nicht mehr wettgemacht werden können. Anders ausgedrückt: bei einem Sieg stehen die Jungs von Dubravko Skoric zu 98 Prozent in den Play-offs und der Verein kann bereits die Planungen dafür beginnen. Das soll am Sonntag gelingen und der Gegner wird alles tun, um es zu verhindern.

 

Und der hatte zuletzt Oberwasser. Scheinbar schon abgeschlagen im Rennen um die besten Plätze, siegte man sensationell in Fulda mit 3:1 und ist seitdem wieder "bei der Musik". Im Hinspiel am 9. Oktober taten sich die Oberschwaben in der Gummersbacher Schwalbe-Arena mächtig schwer, bis nach vier Stunden ein knapper 3:2-Erfolg auf dem Spielbogen notiert war. Simon Gauzy hatte im letzten Spiel des Tages gegen Steffen Mengel Matchbälle abwehren müssen, um seinem Team die Punkte zu retten. Der Franzose hatte einen vorzüglichen Tag erwischt und auch gegen DTTB-Nationalspieler Benedikt Duda gewonnen. Ihm assistierte Yuto Muranatsu mit einem Fünfsatzsieg über Ricardo Walther, der ebenfalls am seidenen Faden hing. Nicht gut gelaufen war es bei Hugo Calderano, der Mengel und Duda zum Sieg gratulieren musste. In der Rückrunde der Vorsaison hatte man sogar eine 2:3-Niederlage bei den "Schwalben" quittieren müssen.

 

Auch diesmal könnte es wieder einen heißen Tanz geben, bei dem die bessere Tagesform den Ausschlag gibt. Hinzu kommt, dass letzte Saison noch die halbe Schwalben-Truppe regelmäßig in Ochsenhausen trainiert hat. Dies ist inzwischen nicht mehr der Fall, doch kennt man sich untereinander gut, sehr gut, und weiß auch über die Stärken und Schwächen des jeweiligen Gegenübers genau Bescheid. Doch das sind letztlich genau die Herausforderungen, die die TTF-Asse lieben. Gegen starke Gegner kommt auch reichlich Adrenalin ganz von selbst und gegen sie kann man zeigen, was man wirklich draufhat.

 

Bergneustadt, das als einziges TTBL-Team ausschließlich mit deutschen Akteuren spielt - kommende Saison kommt indes mit dem Noch-Düsseldorfer Achanta ein Inder hinzu -, verfügt über einen guten, recht ausgeglichenen Kader. Der Deutsche Einzelmeister von 2013 Steffen Mengel ist die Nummer eins und überzeugt bisher mit einer 11:6-Bilanz. Der 28-Jährige ist die aktuelle Nummer 63 der Weltrangliste. Ihm folgen die deutschen B-Kader-Nationalspieler Benedikt Duda (22 Jahre, WRL 44, TTBL 9:10) und Ricardo Walther (25 Jahre, WRL 60, TTBL 6:6).

 

Unsicher ist noch, ob Cheftrainer Dubravko Skoric bei diesem Schlüsselspiel personell aus dem Vollen schöpfen kann. Simon Gauzy und Hugo Calderano hatten bekanntlich wegen muskulärer Probleme die Qatar Open absagen müssen, haben aber inzwischen wieder mit leichtem Training begonnen. Es bleibt abzuwarten, ob die beiden am Sonntag einsatzfähig sein werden.

 

Dass alle drei in Doha startenden Spieler des Tabellenzweiten die Qualifikation nicht überstanden haben - Yuto Muramatsu und Joao Geraldo verfehlten den nötigen Gruppensieg, Jakub Dyjas schaffte ihn zwar, zog dann jedoch in der Zwischenrunde den Kürzeren gegen den Iraner Noshad Alamiyan -, war sicher etwas enttäuschend, ist aber noch lange kein schlechtes Omen für das Bergneustadt-Spiel.

 

TTF-Sportmanager Daniel Zwickl unterstreicht die Bedeutung der Partie: “Für uns ist dieses Spiel ein wichtiges Spiel, denn Bergneustadt ist Fünfter in der Tabelle und wir könnten mit einem Sieg unserem Saisonziel Play-offs einen gewaltigen Schritt näher kommen.” Zudem geht Zwickl von einer echten Herausforderung für die jungen Wilden aus Ochsenhausen aus: “Bergneustadt wird eine sehr schwere Aufgabe werden, zumal sie eine Mannschaft sind, mit der wir uns in der Vergangenheit immer schwer getan haben.”

 

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