Derzeit sind 719 Beiträge online.

Mit einem Sieg die Play-offs klarmachen

Sonntag, 15 Uhr: ASV Grünwettersbach - TTF Liebherr Ochsenhausen

 

Ein einziger Sieg fehlt den TTF Liebherr Ochsenhausen noch, um auch rechnerisch den Einzug ins Play-off-Halbfinale unter Dach und Fach zu bringen - bislang ist dieser zwar sehr wahrscheinlich, aber eben formal noch nicht geschafft. Am kommenden Sonntag könnte es so weit sein, wenn die Oberschwaben beim Tabellensiebten ASV Grünwettersbach ihre Visitenkarte abgeben.

 

Doch die Badener - Grünwettersbach ist ein Stadtteil von Karlsruhe - sind ein ernst zu nehmender Gegner, der zu gerne erstmals in der TTBL den jungen Wilden aus Oberschwaben ein Bein stellen möchte. Bislang endeten alle drei Vergleiche mit 3:0 zugunsten der TTF.

 

Letzte Saison als Liganeuling noch abgeschlagenes Schlusslicht, das lediglich aufgrund des fehlenden Aufstiegswillens im Unterhaus erstklassig bleiben konnte, wurde der ASV gezielt auf der Spitzenposition verstärkt und spielt diese Runde in der höchsten deutschen Klasse bereits passabel mit und würde locker die Klasse halten, wenn es einen regulären Abstieg gäbe. Vier Partien hat man bisher gewonnen, so zweimal klar gegen Mühlhausen (3:1 und 3:0), ebenso deutlich im Rückspiel gegen Grenzau (3:0) sowie knapp im Hinspiel in Bergneustadt.

 

Grünwettersbach baut perspektivisch Schritt für Schritt etwas auf und wird kommende Saison personell noch besser dastehen, wenn mit dem deutschen Nationalspieler Ricardo Walther ein richtig guter Mann zum ASV-Kader stößt, der momentan Platz 53 der Weltrangliste belegt.

 

Doch auch in der aktuellen Besetzung ist dieser Gegner alles andere als "Fallobst" und muss erst einmal bezwungen werden. Man könnte sich in der Tabelle noch vor die nur mit zwei Pluspunkten mehr ausgestatteten Mühlhausener schieben und würde Rang sechs in der Endabrechung als herausragenden Erfolg der Vereinsgeschichte ansehen. Dementsprechend werden sich die Karlsruher Vorstädter gegen die TTF ins Zeug legen.

 

Die Schützlinge von Dubravko Skoric, die wohlbehalten aber ohne Einzeltitel von ihren nationalen Meisterschaften zurückgekehrt sind, wollen die beiden Punkte, sie sind heiß darauf, nicht erst in einigen Wochen sondern schon am Sonntag den Einzug in die Meisterschafts-Endrunde bejubeln zu können.

 

Man weiß aber auch, dass es so einfach wie beim 3:0-Hinspielsieg am 30. Oktober in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle - damals fehlte beim Gegner Spitzenspieler Morizono - nicht erneut werden wird und richtet sich innerlich auf den Kampfmodus ein. Und daran tut man gut, zumal die halbe ASV-Truppe in Ochsenhausen lebt und der hiesigen Trainingsgruppe angehört - Sam Walker ist LMC-Student, Alvaro Robles ständiger Sparringspartner - und natürlich darauf brennt, den "großen TTF" einmal trotz aller Freundschaft die Rücklichter zu zeigen. Mit deren Assen trainiert man schließlich täglich und kennt deren Stärken wie Schwächen sehr genau.

 

Der vier Spieler umfassende Kader des Gegners wird angeführt von dem kleinen, wendigen Japaner Masataka Morizono. Die aktuelle Bundesliga-Bilanz des 21-jährigen Linkshänders kann sich wirklich sehen lassen (10:5). In der März-Weltrangliste der ITTF ist er an Position 58 notiert. Die Nummer zwei der von Rade Markovic und Dirk Lion trainierten Truppe ist Alvaro Robles. Der 25-jährige, hochgewachsene Spanier, ebenfalls Linkshänder und aktuelle Nummer 80 der Welt, spielt bisher keine überragende Saison (Bilanz: 3:9). Dasselbe Resultat schlägt bei Samuel Walker zu Buche - ebenfalls nicht gerade begeisternd angesichts dessen, was der 21-jährige Engländer tatsächlich kann. Der Weltranglisten-132. aus dem Liebherr Masters College hat allerdings gerade bei den englischen Meisterschaften in Nottingham überzeugt und ist mit zwei Silbermedaillen nach Ochsenhausen zurückgekehrt. Der Vierte im Bunde ist schließlich der deutsche B-Nationalspieler Qiu Dang, der mit seinen 20 Jahren noch beste Chancen besitzt, sich weiter nach oben zu spielen. Der Penholder-Spezialist, auf Weltranglistenplatz 232 notiert, steht in der TTBL immerhin ausgeglichen (3:3) und zeigte sich am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg in bestechender Form, wo es ihm gelang, Ex-Meister Steffen Mengel auszuschalten.

 

Es wird nicht einfach werden, die Festung Grünwettersbach ein weiteres Mal zu knacken, wenn sich die TTF-Asse jedoch alle in guter Form präsentieren, sollte es gelingen, da sie insgesamt eben doch die bessere Mannschaft sind. Aber man weiß ja, wie das ist und dass die Tagesform - ebenso wie eine glückliche Hand im Aufstellungspoker - bei allen Partien eine wichtige Rolle spielt, da die Leistungsunterschiede zwischen den Mannschaften nicht gerade gewaltig sind. Also gilt es, den Ball flachzuhalten sowie in Grünwettersbach spielerisch und kämpferisch zu überzeugen, um sich am Ende selbst zu belohnen.

Hauptsponsor

LIEBHERR

Platinpartner

TVmovie

Premiumpartner

  • EnBW
  • Kreissparkasse Biberach
  • Hotel Mohren
  • Gold Ochsen
  • DONIC
  • Dietenbronner Quelle