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Simon Gauzy spielt starkes Weltcup-Turnier in Lüttich

Simon Gauzy hielt Wort und machte beim LIEBHERR Men’s World Cup im belgischen Lüttich sämtlichen Gegnern das Leben schwer. Am Ende sprangen Platz vier und ein Scheck über 10.000 US-Dollar heraus, es hätte aber mit etwas mehr Glück auch noch weiter nach oben gehen können.

 

Es war nicht nur von der Platzierung her eine Verbesserung gegenüber Saarbrücken 2016, wo Platz fünf zu verbuchen war, es war ein ganz anderes Auftreten des 22-jährigen Franzosen, eine ganz andere Präsenz als im Vorjahr. In Lüttich kämpfte er um jeden Ball mit positiver, siegesgewillter Körpersprache und setzte auch spielerische Glanzlichter. Er war in Belgien, angefeuert von seiner Familie, absolut auf Augenhöhe mit den drei Spielern, die am Ende vor ihm landeten, nämlich mit Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Ma Long, letzterer seines Zeichens Weltranglisten-Erster, Weltmeister und Olympiasieger.

 

Das größte Highlight war sein Siebensatz-Viertelfinalsieg gegen den Olympiadritten Jun Mizutani nach sensationeller Leistung – der Weltranglisten-Siebte aus Japan zählte zum engsten Kreis der Turnierfavoriten. Das war eines der besten, sehenswertesten Matches des gesamten Turniers, das schließlich Dimitrij Ovtcharov durch einen 4:2-Finalsieg über Timo Boll gewann. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic, der sich das Geschehen in Lüttich live anschaute, kommentierte Gauzys Viertelfinal-Coup: „Ein super Spiel von Simon, harte Arbeit zahlt sich eben irgendwann aus!“ Und Gauzy selbst gab zu Protokoll: „Ich bin das ganze Spiel über ruhig und konzentriert geblieben, auch wenn es in mir brodelte. Ein großes Match und ein großer Sieg gegen einen großen Gegner.“

 

Auch gegen den späteren Cupgewinner besaß Gauzy eine reelle Siegchance und führte beim 3:4 im Halbfinale zwischenzeitlich mit 3:2 Sätzen. Im „kleinen Finale“ um Platz drei war der TTF-Spitzenspieler nach den vorherigen Energieleistungen zwar etwas müde und nicht mehr ganz so gut auf den Beinen, schaffte es aber immer noch, dem chinesischen Branchenführer im Welttischtennis, Ma Long, zwei Sätze abzunehmen und ihm einen engen Schlagabtausch zu liefern.

 

Insgesamt ein großartiges Turnier von Simon Gauzy, das auch gezeigt hat, dass da noch Luft nach ganz oben ist und der derzeitige Weltranglistenplatz 13 längst nicht das Ende der Fahnenstange bedeuten muss. Vielleicht geht es ja schon in der November-Weltrangliste einen oder zwei weitere Plätze nach oben. Zudem kann Gauzy aus Lüttich sicher einiges an Selbstvertrauen für die kommenden wichtigen Aufgaben der TTF Liebherr Ochsenhausen in Champions League, Bundesliga und Pokal mitnehmen.

 

 

Simon Gauzys Spiele beim LIEBHERR Men’s World Cup 2017

 

Achtelfinale

Simon Gauzy - Jeong Sangeun KOR 4:1 (9:11, 11:4, 13:11, 11:7, 11:9)

 

Viertelfinale

Simon Gauzy – Jun Mizutani JPN 4:3 (11:7, 6:11, 13:11, 11:13, 11:9, 7:11, 11:8)

 

Halbfinale

Dimitrij Ovtcharov GER – Simon Gauzy 4:3 (6:11, 11:2, 11:8, 10:12, 7:11, 11:4, 11:8)

 

Spiel um Platz 3

Ma Long CHN – Simon Gauzy 4:2 (11:5, 11:13, 6:11, 11:5, 11:7, 11:9)

 

 

Yuto Muramatsu meistert erste Stufe der japanischen WM-Qualifikation

 

Noch eine gute Nachricht aus Sicht der TTF: Yuto Muramatsu kommt wieder in Schwung.

 

Der monatelang wegen eines unnötigen Materialwechsels verunsicherte Japaner war letzte Woche in Japan und spielte dort die erste Runde der Qualifikation für die nächste WM. Diese Runde setzte sich aus zwei Gruppen mit je zehn Spielern zusammen. Die besten vier jeder Gruppe erreichten die nächste Runde, die im Dezember ausgetragen wird.

 

Muramatsu hat gutes Tischtennis gezeigt und diese Stufe der Qualifikation mit sechs Siegen und drei Niederlagen gemeistert – besonders erfreulich dabei war sein Sieg gegen Yuya Oshima, der in der Weltrangliste circa zehn Plätze vor ihm steht und eigentlich sehr gut gegen Abwehr spielt. Doch Muramatsus Spiel ist wieder gefährlich und sehr variabel, so wie wir es aus der letzten Saison von ihm kennen.

 

In der zweiten Stufe treffen übrigens die acht qualifizierten Spieler sowie die vier japanischen Topstars Jun Mizutani, Tomokazu Harimoto, Koki Niwa und Kenta Matsudeira aufeinander. Eine echte Herausforderung für den 21-jährigen Ochsenhausener Defensivkünstler.

 

Foto: Dr. Stephan Roscher

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