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TTF gehen in Mühlhausen leer aus

Post SV Mühlhausen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:0

 

Nach dem guten Auftritt der TTF Liebherr Ochsenhausen in der Champions League hat sich die junge Mannschaft heute in der TTBL wieder von ihrer weniger erfreulichen Seite gezeigt. Wie zuletzt gegen Düsseldorf präsentierte man sich auch nach der vierwöchigen Pause wenig souverän und kam in Mühlhausen mit 0:3 unter die Räder. Dabei war man voller Hoffnung auf den ersten Liga-Sieg nach Thüringen gereist und hatte sich so viel vorgenommen. Doch am Ende gab es hängende Köpfe – verständlich nach diesem klassischen Fehlstart in der Bundesliga, wie man ihn von Ochsenhausener Mannschaften eigentlich nicht kennt.

 

Zwar spielten die Gastgeber sehr stark und waren voller Elan, sich für die unerwartete Pokalschlappe am Freitag bei Zweitligst Jülich zu rehabilitieren. Das entschuldigt aber nicht, dass Simon Gauzy, Hugo Calderano und Yuto Muramatsu insgesamt ganze drei Sätze gewannen und sich vor 320 Zuschauern nach nur zwei Stunden glatt geschlagen geben mussten. Das war alles andere als überzeugend, zumal man weiß, dass die jungen TTF-Asse es wesentlich besser können. Im Pokal und in der Königsklasse zeigten sie ein ganz anderes Gesicht.

 

Die Geschichte des Spiels ist recht schnell erzählt: Zum Auftakt schlug der Österreicher Daniel Habesohn Simon Gauzy in vier umkämpften Sätzen. Anstatt dass Hugo Calderano für die Oberschwaben zum Gegenangriff blies, machte es der Weltranglisten-26. gegen Ovidiu Ionescu auch nicht besser und unterlag ebenso mit 1:3. Die Hoffnungen, dass Yuto Muramatsu die Wende einleiten würde, erfüllten sich nicht. Auch der Japaner, der gut und intensiv trainiert hatte, blieb weit unter seinen Möglichkeiten und unterlag dem Tschechen Lubomir Jancarik – auch hier wieder in vier Durchgängen. Ein Spieler, den er in Normalform eigentlich schlagen muss. Doch davon ist der japanische Defensivkünstler derzeit ein gutes Stück entfernt.

 

Wie bei den anderen auch, scheint eine Art psychische Blockade zu bestehen, die immer dann einsetzt, wenn es nicht gleich wie gewünscht läuft. Man fügt sich dann in sein vermeintliches Schicksal und bäumt sich nicht stark genug gegen drohende Niederlagen auf. Die Spieler kämpfen schon, scheinen aber derzeit nicht an sich zu glauben, wenn es nicht rund läuft und sie sich in ein schwieriges Spiel hineinbeißen müssten. Das darf nicht sein. Da kommt nun sicher einiges an Arbeit auf das Trainerteam zu, diese Blockade zu lösen.

 

TTF-Sportmanager Daniel Zwickl beschreibt das Dilemma: „Es ist gerade sehr hart für uns und es ist eine schwierige Situation. Wir finden uns in der Bundesliga momentan nicht zurecht, obwohl wir im Pokal und in der Champions League gut gespielt haben. Und die nächsten Spiele werden auch schwer: Bremen und Saarbrücken sind starke Gegner.“ Allzu viel sei aber – so Zwickl – noch nicht passiert: „Noch ist nichts verloren, aber wir müssen uns so schnell wie möglich aufrappeln und zusammenfinden. Wir müssen raus aus diesem Tief und Gas geben.“

 

Auch TTF-Präsident Kristijan Pejinovic fand den Auftritt der jungen Truppe in Thüringen wenig erfreulich. „Das sind zu starke Ausschläge nach unten, das Selbstvertrauen scheint zu fehlen“, so Pejinovic. „Es ist ein klassischer Fehlstart in der Liga, den wir noch ausbügeln können, aber zweimal hintereinander ein 0:3 in dieser Form ist für mich etwas irritierend. So dürfen wir nicht untergehen, da muss mehr von uns kommen.“

 

Nun gilt es, das Ruder unverzüglich herumzureißen. Am 14.10. gastiert der sehr gut in die Runde gestartete SV Werder Bremen in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle. Die Norddeutschen stehen mit 6:0 Punkten in der Spitzengruppe. Die TTF sollten die Partie gewinnen, um nicht früh den Anschluss an die oberen Tabellenränge zu verlieren.

 

Das Spiel im Überblick:

Daniel Habesohn – Simon Gauzy 3:1 (11:9, 12:10, 8:11, 11:9)

Ovidiu Ionescu – Hugo Calderano 3:1 (11:6, 12:10, 4:11, 11:9)

Lubomir Jancarik – Yuto Muramatsu 3:1 (11:8, 8:11, 14:12, 11:8)

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