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TTF gelingt wichtiger Sieg gegen Mühlhausen

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:0

 

Zum Abschluss des 12. Spieltags der Tischtennis Bundesliga haben die TTF Liebherr Ochsenhausen einen enorm wichtigen, klaren Heimsieg gegen den Post SV Mühlhausen und somit gegen einen Mitkonkurrenten verbucht und bleiben den übrigen Play-off-Kandidaten auf den Fersen.

 

Obwohl man personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte – Simon Gauzy bereitet sich zwar auf sein Comeback vor, ist aber noch nicht so weit, Yuto Muramtsu kam am Samstag aus Japan von den Landesmeisterschaften zurück, wurde aber noch geschont –, lösten die übrigen drei Spieler die mental durchaus anspruchsvolle Aufgabe in weniger als zwei Stunden bravourös und nahmen eindrucksvoll Revanche für die 0:3-Schlappe im Hinspiel bei den Thüringern.

 

Im Fall einer Niederlage hätte man die Meisterschafts-Endrunde fast schon abschreiben können, doch nun ist wieder alles offen und die Chance realistisch, in den verbleibenden sechs Partien die Play-offs noch einzutüten. Nicht auszudenken, man hätte vor acht Tagen den „Elfmeter“ in Düsseldorf verwandelt, als man so dicht vor einem Sieg stand und den Sack nicht zumachen konnte. Man wäre mit glänzenden Aussichten an vorderster Stelle unter den Borussia-Jägern positioniert, doch so bleibt es eben spannend – vermutlich bis zum allerletzten Spieltag am 29. März.

 

Jakub Dyjas bestätigte zum Auftakt seine zuletzt ansteigende Form im Match gegen den Rumänen Ovidiu Ionescu, der selbst jahrelang Mitglied der Ochsenhausener Trainingsgruppe war. Zwar musste der hagere Pole den ersten Satz noch verloren geben, doch dann war er sehr gut im Match und gewann die folgenden drei engen Durchgänge allesamt gegen einen Gegner, der im Hinspiel immerhin Hugo Calderano geschlagen hat. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic zeigte sich sehr angetan: „Jakub kommt gerade wieder in seine alte Form, die wir so lange vermisst haben.“

 

Apropos Hugo Calderano: Der Bronzemedaillen-Gewinner der Hungarian Open knüpfte nahtlos an seine letzten World-Tour-Auftritte an und ließ dem routinierten Österreicher Daniel Habesohn weder einen Satz noch eine reelle Chance. Ein gelungener Auftritt, wie er eines Weltranglisten-17. würdig war.

 

Nach der Pause war es an Joao Geraldo, den Sack gegen den baumlangen tschechischen Nationalspieler Lubomir Jancarik zuzumachen. Dass das nicht leicht werden würde, war klar, immerhin hatte der 22-jährige Portugiese in der aktuellen Saison noch kein TTBL-Spiel gewonnen und Jancarik hatte zuletzt sehr solide Leistungen gezeigt. Doch Geraldo kniete sich in das enge Match hinein und war heiß auf den Sieg. Es blieb bis zum Schluss offen, wer als Gewinner vom Tisch gehen würde. Zweimal legte der Tscheche nach Sätzen vor, zweimal konnte Ochsenhausens Linkshänder egalisieren, um den dramatischen Entscheidungssatz schließlich mit 12:10 nach Hause zu bringen. Die Erleichterung war groß, der wichtige Sieg eingetütet. Pejinovic freute sich auch, dass es in dieser Aufstellung funktioniert hat. „Wir müssen rotieren, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen die Last auf allen Schultern verteilen. Man ist immer so stark wie das schwächste Glied in der Kette und wir brauchen alle fünf Spieler, um Erfolg zu haben.“

 

250 Fans waren in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle erschienen. Der kritische, nicht gerade familienfreundliche Montag wurde relativ gut angenommen, da die TTF, wie im Vorbericht erwähnt, eine Kartenaktion am Laufen hatten und jeder, der sein Ticket löste, freien Eintritt in der Champions League gegen Saarbrücken erhält. Präsident Kristian Pejinovic: „Mein Dank gilt Manuel Pfender und seinem Team, die immer wieder auf neue, kreative Ideen kommen und diese gekonnt umsetzen, um die Resonanz zu verbessern.“

 

Als Tabellenfünfter mit 14:10 Punkten sitzt man dem Trio Saarbrücken-Bremen-Fulda mit zwei Zählern Rückstand im Nacken und muss versuchen, einen dieser Klubs noch oben herauszukegeln. Gegen Bremen und Saarbrücken kann noch direkt gepunktet werden. Die nächsten Partien werden richtungsweisend sein – es handelt sich um die Auswärtspartie beim SV Werder am kommenden Sonntag und das Heimspiel gegen die Saarländer am 11. Februar. Beides kleine Endspiele im Kampf um die Play-offs. Überhaupt haben die jungen Oberschwaben nun sechs Endspiele in Folge vor der Brust und dazu noch den Champions-League-Knaller gegen Saarbrücken – das Hinspiel steigt bereits am Freitag in Ochsenhausen, das Rückspiel findet am 09.02. an der Saar statt.

 

Kristijan Pejinovic ist überzeugt, dass die TTF es aus eigener Kraft schaffen werden: „Ich glaube an unsere Jungs, es sind junge Heißläufer und gute Performer, die für den Gegner unberechenbar sind, wenn es um etwas geht, sogar für Düsseldorf.“ Nur müssen die jungen Wilden erst einmal dorthin kommen, wo sie richtig performen können – und dazu brauchen sie Siege, Siege und nochmals Siege. Es gibt viel zu tun, packen wir es an! Oder, um Pejinovic zu zitieren: „Wir müssen nun das Beste aus allen Lagen herausholen und hoffen, dass wir belohnt werden. Es wird immer wieder spannend, aber wir leben es und wir lieben es!“

 

Das Spiel in der Übersicht

Jakub Dyjas – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:9, 11:9, 12:10)

Hugo Calderano – Daniel Habesohn 3:0 (11:9, 11:8, 11:3)

Joao Geraldo – Lubomir Jancarik 3:2 (8:11, 11:4, 3:11, 11:7, 12:10)

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