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TTF in den Play-offs trotz schwacher Vorstellung in Grünwettersbach

Vor knapp 400 Zuschauern enttäuschte der Tabellenzweiten TTF Liebherr Ochsenhausen beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Grünwettersbach und kassierte eine unerwartete, den Spielverlauf aber korrekt widerspiegelnde 1:3-Niederlage. Vielleicht ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit, um die Spieler wachzurütteln.

 

Als Play-off-Teilnehmer steht man dennoch nach diesem Spieltag fest, da der Tabellenfünfte Bergneustadt gegen Düsseldorf verloren hat und die TTF nicht mehr einholen kann. Die Ochsenhausener bleiben mit nun 20:8 Zählern auf Rang zwei des Liga-Klassements, allerdings konnte Fulda-Maberzell, das gegen Grenzau nichts anbrennen ließ, nach Punkten gleichziehen.

 

Am kommenden Freitag bereits empfängt man den Tabellensiebten Mühlhausen in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle (19 Uhr) - dann erhalten die Ochsenhausener Jungprofis die Gelegenheit, sich für den Ausrutscher in Grünwettersbach zu rehabilitieren.

 

Eine personelle Alternative zu Simon Gauzy, Jakub Dyjas und Yuto Muramatsu gab es in Grünwettersbach nicht. "Joao Geraldo ist immer noch verletzt und Hugo Calderano nach seiner Verletzung erst seit drei Tagen wieder im Training", informiert Präsident Kristijan Pejinovic.

 

Zu Auftakt hatte der wendige, kleine Japaner Masataka Morizono, der einen ganz starken Tag erwischt hatte, Jakub Dyjas in vier Sätzen besiegt - nur im zweiten Durchgang war der 21-jährige Pole obenauf, in den anderen Durchgängen fehlte ein gutes Stück, um Morizono in Gefahr zu bringen. Gegen Penholder-Spieler Qiu Dang tat sich Simon Gauzy schwer und musste in den fünften Satz, in dem er allerdings klar dominierte. 1:1 zur Pause, noch war nichts von Belang passiert.

 

Die Überraschung des Tages war sicher der 3:0-Sieg des zur Ochsenhausener Trainingsgruppe zählenden Spaniers Alvaro Robles über Defensivkünstler Yuto Muramatsu, den vorher kaum jemand erwartet hatte. Das war eine Vorentscheidung, zumal Gauzy anschließend im Duell der Spitzenspieler gegen Morizono deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb und ebenfalls ein glattes 0:3 quittieren musste.

 

Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden war die Niederlage besiegelt. Bei 4:11 Sätzen kann man auch nicht behaupten, dass es eng zugegangen sei und man unglücklich verloren habe.

 

Sportmanager Daniel Zwickl sieht Redebedarf, hält die Niederlage aber nicht für eine Katastrophe: "Wir haben eben eine junge Mannschaft und sind nicht von einem anderen Planeten, da kann sowas schon mal passieren. Die Akkus waren nach den vielen Turnieren der letzten Zeit bei manchem etwas leer. Das war die erste Niederlage bei einer Mannschaft der zweiten Tabellenhälfte, bis dahin hatten wir alles immer gut gelöst. Grünwettersbach war heute aber auch richtig gut."

 

Kristijan Pejinovic war alles andere als erfreut: "Glückwunsch an Grünwettersbach und den sehr starken Morizono, die heute besser waren und verdient gewonnen haben. Was ich aber bei uns gesehen habe, hat mich nicht begeistert, da war phasenweise Ratlosigkeit zu sehen. Wenn das Spiel nicht so läuft, muss man eben versuchen, es mit viel Willen und Kampfgeist zu drehen, aber von starker Gegenwehr war heute zu wenig erkennbar." Der TTF-Präsident ergänzt: "Auf jeden Fall gibt es Gesprächsbedarf. Wir sind jetzt in der entscheidenden Phase der Saison und müssen die Köpfe der Jungs frei bekommen, die Spieler müssen wieder frisch werden, auch in Hinblick auf die Play-offs."

 

ASV Grünwettersbach - TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

Masataka Morizono - Jakub Dyjas 3:1 (11:8, 4:11, 11:7, 11:7)

Qiu Dang - Simon Gauzy 2:3 (12:10, 7:11, 4:11, 14:12, 1:11)

Alvaro Robles - Yuto Muramatsu 3:0 (12:10, 11:5, 11:9)

Masataka Morizono - Simon Gauzy 3:0 (11:9, 11:7, 11:8)

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