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TTF melden sich eindrucksvoll in der Liga zurück

Eine gute Woche für die TTF Liebherr Ochsenhausen: Am Donnerstag der 3:0-Sieg in La Romagne und nun – zwei Tage später – ein hochverdientes 3:1 über die bis dahin ungeschlagene Truppe aus Bremen. Zudem sind alle verletzten oder zuletzt formschwachen Spieler wieder an Bord und konnten zum Teil bereits Zeichen setzen, wie Joao Geraldo in La Romagne und Yuto Muramatsu gegen den SV Werder.

 

In der Champions League und im Pokal war an den bisherigen Leistungen der jungen Wilden von Dubravko Skoric überhaupt nichts auszusetzen, nur in der Liga hakte es. Eine knappe Niederlage gegen Fulda, eine klare gegen Düsseldorf – immerhin die beiden Finalisten der Vorsaison – und anschließend wurde man im Hexenkessel von Mühlhausen überrollt. Dies führte zu einem verpatzten Saisonstart mit 0:6 Punkten, während der gut verstärkte SV Werder Bremen, allerdings bei leichterem Auftaktprogramm, 6:0 Zähler vorlegte.

 

Doch irgendwann musste ja der Wendepunkt erreicht sein – und das war am Samstagabend der Fall. Hochmotivierte Ochsenhausener gaben einem starken Gegner in 143 Minuten das Nachsehen und kamen zu ihrem ersten Saisonsieg in der TTBL. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic fiel ein Stein vom Herzen: „Der Fluch in der Bundesliga ist beendet!“

 

Dabei fürchteten manche, es würde gerade so weitergehen wie zuletzt in der Liga. Simon Gauzy verlor nämlich sein Auftaktmatch gegen den hünenhaften Ägypter Omar Assar. Pejinovic erklärt: „Simon hatte noch nie gegen Assar gespielt. Er hat viel riskiert, da sein Gegner ziemlich sicher spielte, und machte dabei zu viele Fehler. Man hat gesehen, dass ihm Assar nicht allzu gut liegt, es war aber auch nicht Simons Tag.“

 

Doch wer befürchtet hatte, die TTF-Asse würden nach dem Rückstand mit hängenden Köpfen herumschleichen und sich in ihr Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Ein entschlossener, hoch konzentrierter Hugo Calderano ging gegen Werder-Spitzenspieler Bastian Steger an den Tisch und machte klar, wer an diesem Tag das Sagen hatte. Steger hatte keine Chance. Pejinovic: „Hugo schoss den Vogel ab. Man merkte ihm das Selbstvertrauen infolge des Champions-League-Sieges in Frankreich an. Sein Auftritt war einfach bravourös. Und mehr noch, es war ein eindeutiges Signal an seine Mitspieler.“

 

Der erste, der die Botschaft verstanden hatte, war der zuletzt aufgrund von Problemen mit seinem Schläger schwächelnde und stark verunsicherte Yuto Muramatsu, der endlich wieder mit seinem alten Material ein Pflichtspiel bestreiten konnte. Die ersten beiden Sätze gegen den Rumänen Hunor Szöcs waren noch nicht so berauschend (1:1), doch dann hatte der Japaner an seinem 21. Geburtstag den Schalter endgültig umgelegt und ließ seinem Gegner keinen Stich mehr. „Das hat mich für Yuto ganz besonders gefreut, es war Zeit, ihn wieder hineinzuwerfen“, so Kristijan Pejinovic. „Und er hatte eine Menge Erwartungen zu erfüllen. So war ein Team des 3. japanischen Fernsehens da, die gerade eine Doku über ihn machen. Zudem war noch das renommierte Magazin „Table Tennis World“ vertreten, die ihn auch gerade portraitieren und ferner etwas über das LMC bringen.“ Der Sieg tat dem Geburtstagskind sichtlich gut. „Er war so erleichtert nach dem verwandelten Matchball, dass er am Boden kniete, für ihn eine recht untypische Reaktion“, sagte der TTF-Präsident.

 

Doch ein Punkt fehlte noch – und den konnte Gauzy gegen Steger unter Dach und Fach bringen. Zwar hatten beide keinen Sahnetag erwischt, doch das kompensierte der 22-jährige Franzose mit unbändigem Kampfgeist. Er gewann in vier Sätzen und ließ sein Team jubeln. Pejinovic: „Auch gegen Steger machte Simon viele kleine Fehler, doch er hat das Match über den Kampf gewonnen.“

 

Das Fazit des Vereinspräsidenten: „Das war ein stabiler Auftritt von uns, eine gute, geschlossene Mannschaftsleistung. Darauf können wir aufbauen, wir sind auf einem guten Weg, uns unser Selbstvertrauen zurückzuholen.“

 

Simon Gauzy ist zu wünschen, dass er den Schwung aus den beiden erfolgreichen Spielen nach Lüttich mitnehmen kann, wo er die TTF am nächsten Wochenende beim LIEBHERR Men’s World Cup vertritt.

 

In der Bundesliga sind die TTF erst wieder am 29.10. gefordert – dann aber richtig. Es geht nämlich zum 1. FC Saarbrücken TT, der in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat und gerade am Freitag in Europas Königsklasse mit einem klaren Sieg über den Hochkaräter UMMC (Jekaterinburg) eine Duftmarke setzen konnte. Doch das sind genau die Herausforderungen, an denen die jungen TTF-Profis wachsen können.

 

 

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 3:1

Simon Gauzy – Omar Assar 1:3 (11:7, 10:12, 7:11, 8:11)

Hugo Calderano – Bastian Steger 3:0 (11:8, 11:9, 11:6)

Yuto Muramatsu – Hunor Szöcs 3:1 (14:12, 7:11, 11:3, 11:7)

Simon Gauzy – Bastian Steger 3:1 (11:9, 6:11, 11:7, 11:4)

 

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