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TTF nach 3:2 gegen Bergneustadt so gut wie in den Play-offs

Es war, wie erwartet, ein hartes Stück Arbeit für die jungen Profis der TTF Liebherr Ochsenhausen gegen die sperrige Truppe aus Bergneustadt, doch das Resultat kann sich sehen lassen. Damit ist nicht nur der 3:2-Erfolg nach drei Stunden und 40 Minuten gemeint - im Hinspiel hatten die TTF-Asse für dasselbe Ergebnis sogar drei Stunden und 59 Minuten benötigt -, mit dem Tabellenplatz zwei untermauert wurde. Die Folgen dieses Sieges sind nämlich höchst erfreulich, da mit diesem die Play-offs so gut wie eingetütet sind.

 

Die TTF müssten ihre restlichen drei Partien samt und sonders verlieren und die "Schwalben" als derzeitiger Tabellenfünfter ihre vier Begegnungen ohne Ausnahme gewinnen, um überhaupt noch nach Punkten mit den Oberschwaben gleichziehen zu können. Das ist nicht realistisch, zumal Bergneustadt unter anderem noch gegen Düsseldorf und Saarbrücken ran muss und die TTF mit Grünwettersbach und Mühlhausen noch zwei Partien vor sich haben, in die sie als klarer Favorit gehen.

 

Vor 320 Zuschauern in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle hatte Cheftrainer Dubravko Skoric mit Yuto Muramatsu und Jakub Dyjas zwei Spieler, die unter der Woche bei den Qatar Open in der Qualifikation ausgeschieden waren, an den Positionen eins und zwei aufgestellt. Simon Gauzy, der wegen leichter Blessuren als Sicherheitsmaßnahme nicht nach Doha geflogen war, war zwar wieder spielfähig, lief wegen Trainingsrückstands jedoch "nur" als Nummer drei auf. Er sollte nur ein Match bestreiten müssen und dieses nach Möglichkeit gewinnen. Allerdings bekam er mit Steffen Mengel einen schwierigen Gegner - der baumlange Siegerländer hatte in Katar gespielt und sollte eben auch "bloß" als Dreier den einen, wichtigen Punkt für sein Team machen. Die Ochsenhausener Rechnung sollte indes aufgehen, die der in Bestbesetzung angetretenen "Schwalben", deren drei Akteure rechtzeitig aus Doha zurückgekehrt waren, nicht.

 

Den TTF war bewusst, dass Yuto Muramatsu auf Gegner treffen würde, die gut gegen Abwehr spielen - alle drei Bergneustädter beherrschen das gut, Mengel sogar vorzüglich, doch gegen den kam er gar nicht, sondern zunächst gegen Benedikt Duda. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic: “Yuto will vorankommen und da muss er auch gegen Spieler ran, die gegen sein System stark spielen. Er hat jetzt nicht schwach gespielt, dennoch musste er heute ein wenig Lehrgeld zahlen. Seine Gegner haben ihre Chancen konsequent genutzt.” In der Tat unterlag der Japaner sowohl Duda als auch später Ricardo Walther, wobei es gegen Walther noch knapper zuging.

 

Aber das war letztlich kein Beinbruch, weil seine Teamkollegen hellwach waren und es kompensieren konnten. Zunächst sorgte Jakub Dyjas gegen Walther in einem umkämpften Fünf-Satz-Match für den 1:1-Ausgleich, im Anschluss brachte Simon Gauzy seine Farben gegen Mengel erstmals in Front. Im Hinspiel hatte der Franzose drei Matchbälle des Bergneustädters abwehren müssen, um zu gewinnen, diesmal siegte er in vier Sätzen, die jedoch alle eng waren.

 

Beim Stand von 2:2 trat Dyjas erneut in den Ring und leistete sich gegen Duda nur einen schwachen Satz, ansonsten hatte er das Geschehen recht gut im Griff. Kristijan Pejinovic sah den jungen Polen dennoch nicht am Optimum: “Jakub hat heute schon einige untypische leichte Fehler gemacht, im letzten Satz gegen Duda hat er aber überragend gespielt.”

 

"Matchwinner" Jakub Dyjas gab in deutscher Sprache zu Protokoll: “Es war ein schweres Spiel und ich bin sehr glücklich, dass wir 3:2 gewonnen haben und ich zwei Punkte dazu beitragen konnte. Wir haben heute gezeigt, dass wir zu Recht auf Platz zwei in der Bundesliga stehen.”

 

Natürlich war auch sein Vereinspräsident zufrieden: “Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, in Sachen Play-offs sieht es aber durch den heutigen Sieg sehr, sehr gut aus. Bergneustadt war der erwartet schwere Gegner und es bedurfte einer starken Mannschaftsleistung, um die Punkte in Ochsenhausen zu behalten.”

 

 

TTF Liebherr Ochsenhausen - TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2

Yuto Muramatsu - Benedikt Duda 1:3 (7:11, 12:10, 10:12, 9:11)

Jakub Dyjas - Ricardo Walther 3:2 (5:11, 12:10, 11:6, 9:11, 11:8)

Simon Gauzy - Steffen Mengel 3:1 (13:11, 9:11, 11:9, 12:10)

Yuto Muramatsu - Ricardo Walther 2:3 (11:8, 7:11, 8:11, 12:10, 8:11)

Jakub Dyjas - Benedikt Duda 3:1 (11:6, 7:11, 11:9, 11:6)

 

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