Derzeit sind 780 Beiträge online.

TTF nehmen die Bundesliga-Hürde Werder elegant

TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Werder Bremen 3:0

 

Na also, es geht doch! Die jungen Profis der TTF Liebherr Ochsenhausen haben den Spagat geschafft und sind nach dem Mega-Spiel gegen Düsseldorf wohlbehalten auf dem Bundesliga-Boden gelandet. Gegen den SV Werder Bremen, zeitweilig eine Art Angstgegner, gab man sich am Sonntagnachmittag in der heimischen Dr.-Hans-Liebherr-Halle keine Blöße und siegte verdient mit 3:0.

 

Gut 400 Zuschauer, die vor Spielbeginn die Ehrung der Kreisfinal-Sieger des EnBW-Schul-Cups erlebten, wurden Zeugen einer unterhaltsamen, kurzweiligen Bundesligapartie. Eine einseitige Begegnung war es trotz des eindeutigen Ergebnisses nicht, die Matches waren durchaus umkämpft und teilweise richtig spannend.

 

Cheftrainer Dubravko Skoric setzte auf das Prinzip Rotation. Die beim Champions-League-Knaller zum Zuschauen gezwungenen Yuto Muramatsu und Joao Geraldo waren an den Positionen eins und zwei aufgestellt, während als Dreier Hugo Calderano fungierte, der gegen die Borussia nicht seine allerbesten Tag erwischt hatte und vor den Fans etwas gutmachen wollte. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic zur Aufstellung: "Es hat sich einmal mehr ausgezahlt, das wir fünf Spieler an Bord haben. Es lag auf der Hand, dass wir heute mit Yuto und Joao zwei frische, hungrige Akteure einsetzen würden, die am Freitag keine Kräfte gelassen hatten. Und Hugo, der gegen Düsseldorf etwas untergegangen ist, wollte unbedingt spielen, um sein Selbstbewusstsein wieder zu stärken. Alle drei haben ihre Sache gut gemacht."

 

Beim Gast aus dem Norden spielten alle drei Akteure mit Ochsenhausener Vergangenheit, also Kirill Skachkov, Hunor Szöcs und Constantin Cioti.

 

Zum Auftakt traf Yuto Muramatsu auf Kirill Skachkov. Der Weltranglisten-21. aus Japan siegte in vier Sätzen, wobei die letzten beiden Durchgänge erst in der Verlängerung zu seinen Gunsten endeten. Dennoch war Kristijan Pejinovc gelassen geblieben: "Ich hatte nie das Gefühl, dass Yuto das Match aus der Hand geben würde."

 

Es folgte das engste Match des Tages zwischen Joao Geraldo und Hunor Szöcs. Geraldo musste trotz zwischenzeitlicher 2:1-Satzführung gegen den ehemaligen LMC-Studenten aus Rumänien in den Entscheidungsdurchgang, wo der TTF-Portugiese beim Stand von 7:10 drei Matchbälle abzuwehren hatte und noch mit 12:10 siegte. Pejinovic: "Kompliment, das war gut! Joao machte im fünften Satz bei 6:8 einen Fehlaufschlag, kurz darauf stand es 7:10 und dann hat er voll fokussiert fünf Punkte hintereinander erspielt. Er hat sich durch den Rückstand nicht aus dem Konzept bringen lassen und ist ruhig geblieben, was sich ausgezahlt hat." Geraldo selbst war glücklich, das Match gegen Szöcs unter den Augen seiner in Ochsenhausen auf Besuch weilenden Mutter noch gedreht zu haben: "Drei Matchbälle abzuwehren war nicht einfach, aber ich bin froh, dass ich es geschafft habe und der Mannschaft helfen konnte. Ich habe meine Aufschläge am Ende des Matchs geändert und bin trotz des Rückstands innerlich sehr ruhig und fokussiert geblieben. Geholfen hat mir dabei, dass ich letzte Woche im EM-Qualifikationsspiel Portugal vs. Ukraine dieselbe Situation hatte. Auch da lag ich mit 7:10 im fünften Satz hinten und habe noch gewonnen, allerdings mit 14:12."

 

Schließlich blieb es Hugo Calderano vorbehalten, den TTF-Sieg gegen Constantin Cioti in trockene Tücher zu packen. Nur im zweiten Satz war der Brasilianer ein wenig neben der Spur, ansonsten hatte er das Geschehen im Griff.

 

Nach dem Sieg im Punktrunden-Hinspiel war also auch Teil zwei der TTF-Revanche gegen die Werderaner für das bittere Ausscheiden im Pokalwettbewerb geglückt.

 

Damit hat Ochsenhausen mit nun 16:6 Punkten den zweiten Tabellenplatz behauptet, gefolgt vom spielfreien 1. FC Saarbrücken-TT (14:6) und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (14:8), der in eigener Halle überraschend gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt mit 1:3 unter die Räder kam. Somit beträgt der Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz, den die "Schwalben" mit 12:10 Zählern einnehmen, nach wie vor lediglich vier Zähler. Das "Ding" ist noch nicht durch und die Meisterschafts-Endrunde noch nicht in trockenen Tüchern. Folglich gilt es, wachsam und konzentriert zu bleiben.

 

Am 12. Februar sind die jungen Wilden aus Oberschwaben wieder im Bundesliga-Einsatz. Nur zwei Tage nach dem Champions-League-Rückspiel in Düsseldorf sind sie in Saarbrücken in einem echten TTBL-Topspiel gefordert. Reichlich Spannung ist angesagt. Kristijan Pejinovic: "Nach diesem Top-Wochenende für die TTF beginnt morgen bereits die Vorbereitung für die beiden extrem wichtigen Spiele in Düsseldorf und Saarbrücken. Jetzt spitzt sich die Saison zu und so muss es auch sein."

 


TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Werder Bremen 3:0

Yuto Muramatsu - Kirill Skachkov 3:1 (11:4, 7:11, 13:11, 12:10)

Joao Geraldo - Hunor Szöcs 3:2 (11:6, 10:12, 11:8, 8:11, 12:10)

Hugo Calderano - Constantin Cioti 3:1 (11:4, 5:11, 11:8, 11:9)

Hauptsponsor

LIEBHERR

Platinpartner

TVmovie

Premiumpartner

  • EnBW
  • Kreissparkasse Biberach
  • Hotel Mohren
  • Gold Ochsen
  • DONIC
  • Dietenbronner Quelle