Derzeit sind 780 Beiträge online.

TTF-Trio bei den Japan Open früh ausgeschieden

Eigentlich waren die Jungprofis der TTF Liebherr Ochsenhausen nach einer langen, anstrengenden Saison schon nach der WM in Düsseldorf urlaubsreif. Doch drei von ihnen ließen sich nicht abhalten, bei den Japan Open aufzuschlagen – mit nicht unbedingt durchschlagendem Erfolg.

 

Hugo Calderano und Joao Geraldo waren nach Tokio gereist, um bei dem Platinum-Turnier der World-Tour-Serie Akzente zu setzen. Yuto Muramatsu konnte der Nominierung durch seinen Verband ohnehin nicht widersprechen, wollte aber in „seinem Wohnzimmer“ auch unbedingt dabei sein.

 

Der Wettbewerb war sehr gut besetzt. An der Spitze des Tableaus standen Weltmeister Ma Long und Vizeweltmeister Fan Zhendong aus China. Beide standen sich am Sonntag auch im Finale gegenüber, Ma Long gewann. Auch Timo Boll war am Start, schied jedoch bereits in der 1. Hauptrunde aus.

 

Da nur 16 Spieler gesetzt waren und für die Setz-Reihenfolge die Mai-Weltrangliste zählte, war nur Hugo Calderano direkt für das Hauptfeld gesetzt. Nach dem Juni-Ranking des Weltverbandes wäre auch Yuto Muramatsu gesetzt gewesen.

 

Auch Joao Geraldo musste sich der Qualifikation stellen, doch der 21-jährige Portugiese schied früh aus und zog in der 2. Quali-Runde (letzte 64) in einem engen Fünfsatz-Match den Kürzeren gegen den jungen Koreaner Park Jeongwoo (11:13, 11:7, 11:13, 8:11, 14:16). Da Geraldo auch mit Doppelpartner Tiago Apolonia nichts reißen konnte und in der 1. Runde (Achtelfinale) gegen die topgesetzten Japaner Masataka Morizono/Yuya Oshima, die Vizeweltmeister von Düsseldorf, mit 11:13, 9:11 und 7:11 den Kürzeren zog, war das Turnier für den TTF-Linkshänder früh beendet.

 

Yuto Muramatsu besiegte vor heimischer Kulisse zunächst den Russen Viacheslav Burov ohne die geringsten Probleme (11:5, 11:5, 11:7, 11:6) – aber gegen Europäer spielt der Defensivkünstler ohnehin meist sehr gut. Sein Problem sind eher die Asiaten, vor denen er mitunter einfach zu viel Respekt zeigt. Und ausgerechnet gegen einen Asiaten musste er ein weiteres Quali-Match überstehen, um ins Hauptfeld vorzustoßen. Und das ging schief. Wie Geraldo schied der Ochsenhausener gegen einen 20-jährigen Koreaner aus – in diesem Fall war es der Weltranglisten-64. Lim Junghoon, der zum Stolperstein für den gleichaltrigen Defensivkünstler der TTF wurde. 1:4 (8:11, 11:5, 8:11, 7:11, 9:11) ging das wichtige Match verloren.

 

Also ruhten die Ochsenhausener Hoffnungen im „Land der aufgehenden Sonne“ nur noch auf Hugo Calderano, seines Zeichens Weltranglisten-17. Der TTF-Brasilianer traf in der 1. Hauptrunde (letzte 32) am Freitag auf den Hongkong-Chinesen Ho Kwan Kit (Weltrangliste Platz 63), der schon bei der WM in Düsseldorf starke Auftritte hatte. Calderano führte nach Sätzen 3:2 und war in der Verlängerung des sechsten Durchgangs dem Sieg nahe, verlor diesen jedoch und brach im Entscheidungsdurchgang beim 11:7, 10:12, 7:11, 11:6, 11:6, 10:12, 4:11 kräftemäßig ein. Das hatte seinen Grund wohl darin, dass er durch eine fiebrige Erkältung geschwächt war, die halbe Nacht wachgelegen und erst um 5 Uhr morgens entschieden hatte, es zu versuchen. Sein Trainer Jean René Mounie sagte: „Das war so schade! Wenn Hugo körperlich auf der Höhe gewesen wäre, hätte er das Match bestimmt gewonnen. Er hätte gerne in der nächsten Runde gegen Ma Long gespielt.“ So aber mussten die drei Ochsenhausener ihre Zelte in Tokio bereits am Freitag abbrechen.

Hauptsponsor

LIEBHERR

Platinpartner

TVmovie

Premiumpartner

  • EnBW
  • Kreissparkasse Biberach
  • Hotel Mohren
  • Gold Ochsen
  • DONIC
  • Dietenbronner Quelle