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TTF wollen in Jülich das Ticket fürs Liebherr Pokal-Finale lösen

Pokal-Viertelfinale, Dienstag, 19 Uhr:

TTC indeland Jülich – TTF Liebherr Ochsenhausen

 

Am Dienstag reisen die Jungprofis der TTF Liebherr Ochsenhausen in den äußersten Westen des Landes, dorthin, wo es ein Katzensprung nach Holland oder Belgien ist. Und das machen sie nicht aus Spaß, sondern weil dort eines der wichtigsten Saisonspiele ansteht.

 

Zweitligist TTC indeland Jülich, bis 2010 stolze 33 Jahre Erst-Bundesligist und danach immer in der Spitzengruppe des Unterhauses vertreten, fordert die jungen Wilden aus Oberschwaben im Pokal-Viertelfinale heraus.

 

Und die wollen – nach zwei vergeblichen Anläufen – nun um jeden Preis das Ticket für Neu-Ulm lösen. Ein Sieg am Dienstag und sie sind als „Platzhirsch“ und Publikumsmagnet beim Liebherr Pokal-Finale am 6. Januar 2018 in der ratiopharm arena dabei. Dort würde man im Halbfinale auf den 1. FC Saarbrücken treffen, der gestern durch ein 3:0 beim Drittligisten Celle vorgelegt hat. Ein echtes Schlagerspiel mit einer 50:50-Chence auf das Erreichen des Endspiels.

 

Doch zuvor muss man in Jülich gewissenhaft seine Hausaufgaben erledigen. Und das ist leichter gesagt als getan – man sollte sich nicht durch den Umstand in die Irre leiten lassen, dass der Gegner eine Klasse tiefer aufschlägt. Zum einen gelten die Jülicher als heimstark, zudem stehen sie viel weniger unter Druck als die TTF und haben mit dem Einzug ins Viertelfinale schon etwas erreicht, worauf sie stolz sein können.

 

Und wenn man sich anschaut, wen sie im Achtelfinale ausgeschaltet haben, wird man vorsichtiger. Kein Geringerer als der in Bestbesetzung angetretene Post SV Mühlhausen, der wenige Tage später die TTF düpierte, wurde mit 3:1 geschlagen nach Hause geschickt. Jülich zählt zu den Meisterschaftsfavoriten im Unterhaus, ist aber mit seiner jungen internationalen Truppe noch starken Schwankungen unterworfen. Die Mannschaft aus dem äußersten Westen verliert mal eben ein Meisterschaftsspiel bei Aufsteiger Bad Hamm mit 0:6, um kurz darauf einen Erstligisten des oberen Tabellendrittels aus dem Pokal zu werfen und dabei keineswegs nur durch verbissenen Kampf, sondern auch mit spielerischer Klasse zu glänzen. Momentan steht man in der 2. Liga mit 3:3 Zählern im Tabellenmittelfeld.

 

Ein unberechenbarer Gegner mit Spielern wie Martin Allegro (Belgien), Tobias Rasmussen (Dänemark), Brian Afanador (Puerto Rico) und Aliaksandr Khanin (Weißrussland). Alles junge, hungrige Spieler zwischen 19 und 21, deren beste Zeit gerade erst beginnt und die im Welt-Ranking aktuell um die 250 angesiedelt sind. Afanador (WRL Platz 242) brachte im Pokal-Achtelfinale das Kunststück fertig, die Mühlhausener Ionescu und Habesohn zu schlagen.

 

Das ändert nichts daran, dass die junge Truppe aus Ochsenhausen als Favorit nach Jülich fährt. Doch den Kontrahenten zu unterschätzen, könnte ins Auge gehen. Gesundes Selbstbewusstsein ja, Übermut nein. Auch gegen diesen Gegner muss man sich jeden einzelnen Punkt hart erkämpfen, wie zuletzt in der Bundesliga gegen Bremen oder in der Champions League in La Romagne.

 

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic will von einer angeblich leichten Aufgabe nichts hören: „Nach den zwei wichtigen Spielen und Siegen und einer Woche „Verschnaufpause“ liegt nun eine knallharte Woche vor uns mit drei Spielen in drei Wettbewerben. Wer denkt, dass es ein einfaches Spiel wird, liegt ganz und gar falsch.“ Dass Jülich im Achtelfinale Mühlhausen ausgeschaltet hat, spreche für sich, so Pejinovic. „Wir bereiten uns akribisch vor und ich hoffe, dass alle Spieler bis dahin fit und einsatzfähig sind beziehungsweise bleiben.“

 

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