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TTF zurück in der Erfolgsspur

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3

 

Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Grenzau und dem kleinen Tief in der Champions League sind die TTF Liebherr Ochsenhausen am Sonntagnachmittag zumindest in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Durch einen 3:1-Erfolg in Bergneustadt konnten die jungen Wilden von Dubravko Skoric die Vorrunde mit einem Sieg abschließen und sich wieder auf Platz vier der Tabelle vorschieben.

 

Mit 10:8 Punkten sind sie wieder gut positioniert im Kampf um die Play-offs und besitzen noch alle Chancen, in der bereits am kommenden Sonntag beginnenden Rückrunde den schlechten Saisonstart vergessen zu machen und die Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft zu erreichen. Der Abstand auf den Zweiten Bremen und den Dritten Fulda (beide 12:6), bei dem man kommenden Sonntag versuchen wird, für die Hinrunde-Schlappe Revanche zu nehmen, beträgt zwei Punkte. Allerdings sitzen den TTF die mit ihnen punktgleichen Teams aus Mühlhausen und Saarbrücken im Nacken, so dass die Rückserie richtig spannend zu werden verspricht.

 

Der Sieg in der Gummersbacher SCHWALBE Arena war keine lockere Übung, sondern musste in knapp drei Stunden vor erstaunlich schwacher Kulisse hart erkämpft werden. Und zwar gegen einen durchaus starken Gegner, der um seine letzte Chance kämpfte, den Anschluss ans Mittelfeld zu schaffen. Vor der Saison galten die „Schwalben“ immerhin als Play-off-Aspirant, starteten dann aber schlecht in die Runde und konnten dies im Gegensatz zu den TTF nicht wettmachen.

 

Zunächst schien es genau so weiterzugehen wie zwei Tage zuvor gegen La Romagne, als man das Spiel unnötig aus der Hand gab, was schon noch in den Köpfen der Spieler herumspukte. Hugo Calderano konnte gegen Benedikt Duda eine 2:1-Satzführung nicht ins Ziel bringen und unterlag knapp.

 

„Klar war das Champions-League-Spiel vom Freitag noch präsent“, so TTF-Sportmanager Daniel Zwickl. „Wir hatten es in der Hand gehabt, das Spiel klar zu gewinnen, und haben dann verloren, sowas tut weh.“ Weitere Handikaps der Oberschwaben bestanden darin, dass Yuto Muramatsu und Joao Geraldo nach ihren Verletzungen noch nicht wieder einsatzfähig waren und zudem „besonders bei Simon (Gauzy), der auch noch leichte Rückenprobleme hatte, die Batterien zurzeit ziemlich leer sind“, so Zwickl.

 

Man hatte gar keine Wahl und musste in der Besetzung vom Freitag spielen, kämpfte sich jedoch nach dem unglücklich verlaufenen Auftaktmatch nach und nach immer besser in die Partie hinein. Simon Gauzy, der seine leeren Akkus mit viel Kampfgeist zu kompensieren verstand, egalisierte durch ein ungefährdetes 3:0 über Alvaro Robles, der bekanntlich der Ochsenhausener Trainingsgruppe angehört.

 

Nach der Pause kam es zur vorentscheidenden Duell zwischen dem ehemaligen Deutschen Meister Steffen Mengel und Jakub Dyjas. Es entwickelte sich ein richtig spannendes, ausgeglichenes Match, in dem der 22-jährige Pole seine zuletzt ansteigende Formkurve bestätigen konnte. Zweimal lag er in Front und zweimal musste er den Satzausgleich hinnehmen. Im Entscheidungsdurchgang hatte er dann die besseren Nerven und münzte einen zwischenzeitlichen 6:8-Rückstand in einen 11:8-Sieg um.

 

Doch die beiden Punkte waren längst noch nicht in trockenen Tüchern. Zunächst musste noch Simon Gauzy gegen DTTB-Nationalspieler Duda bestehen, der sich in guter Verfassung präsentierte. Doch mit cleverer Taktik und viel Kampf glückte dem 23-jährigen Ochsenhausener der zweite Erfolg des Tages. Gauzy lag nach Sätzen mit 0:1 und 1:2 hinten, schaffte es aber in den fünften Durchgang und entschied diesen am Ende knapp mit 12:10 zu seinen Gunsten.

 

„Natürlich fiel uns allen ein Stein vom Herzen als der Sieg geschafft war“, so Daniel Zwickl. „Wir mussten tierisch kämpfen und haben die schwierige Situation sehr gut gelöst, Hut ab vor der Mannschaft!“. Die gute kämpferische Moral von Simon Gauzy war mit entscheidend für den TTF-Erfolg. „Superwichtig war aber auch Jakubs Sieg gegen Mengel“, sagte Zwickl.

 

„Es wird wohl auf einen Kampf um die Play-offs bis zum Schluss hinauslaufen“, prophezeit Ochsenhausens Sportmanager. „Und als nächstes kommen mit Fulda und Düsseldorf wieder zwei richtig schwere Gegner auf uns zu, wir sind aber optimistisch, es zu schaffen und am Ende auf einem Play-off-Platz zu stehen“, so Zwickl.

 

Die TTF haben in der Vorrunde fünfmal gewonnen und viermal verloren. Die beste Bilanz erzielte Simon Gauzy mit 7:4, gefolgt von Hugo Calderano (6:4), Yuto Muramatsu (3:2), Jakub Dyjas (3:4) und Joao Geraldo (0:1). Da dürfte noch reichlich Steigerungspotenzial für die zweite Saisonhälfte vorhanden sein.

 

 

Das Spiel im Überblick

Benedikt Duda – Hugo Calderano 3:2 (11:9, 7:11, 5:11, 11:9, 11:9)

Alvaro Robles – Simon Gauzy 0:3 (9:11, 9:11, 5:11)

Steffen Mengel – Jakub Dyjas 2:3 (6:11, 11:6, 9:11, 11:5, 8:12)

Benedikt Duda – Simon Gauzy 2:3 (11:7, 9:11, 12:10, 7:11, 10:12)

 

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